CLC versucht Schuldenreduktion weiter
Der Linzer Call-Center-Betreiber CLC ist eigenen Angaben zufolge nach wie vor buchmäßig überschuldet.
Eine konkrete Reduktion der Schulden habe mit den Gläubigern noch nicht fixiert werden können, teilte die börsennotierte Firma am Donnerstag mit. Gespräche mit Investoren seien im Laufen.
Einnahmenseitig belaste der schwache Markt für Call-Center-Leistungen, wie es hieß. Um die Ertragssituation nachhaltig zu verbessern und die Umsätze auszuweiten, werde mit Investoren über einen Einstieg verhandelt.
Den dafür erforderlichen Kapitalschnitt hat der Vorstand in der Hauptversammlung im Mai bereits angekündigt. Mit den zufließenden Mitteln könnte dann die Sanierung abgeschlossen werden, so das Unternehmen in einer Ad hoc-Mitteilung.
Die CLC AG, die per Ende Juni 267 Mitarbeiter beschäftigte, wurde vor knapp zwei Jahren mehrheitlich von der BlueBull AG von Michael Lielacher übernommen. Lielacher ist CLC-Alleinvorstand.
Beko-Holding schreibt rote ZahlenTief in den roten Zahlen
Im Halbjahr ist die CLC-Gruppe, zu der auch die Marketingberatungsfirma DMB gehört, bei knapp drei Mio. Euro Umsatz tief in die Verlustzone gerutscht.
Nach Firmenwertabschreibung drehte das Betriebsergebnis [EBIT] in den ersten sechs Monaten 2004 von plus 2,73 Millionen auf minus 494.332 Euro. Vor Steuern fiel ein Verlust [EBT] von 572.899 Euro an, nach 2,63 Mio. Euro Gewinn im ersten Halbjahr 2003.
Die Umsatzerlöse lagen mit 2,9 Mio. Euro um gut 38 Prozent unter dem Vorjahreswert von 4,7 Millionen. Als Grund gab das Unternehmen u.a. den Verkauf der Telefonauskunft im April 2003 an.
