11.10.2004

E-COMMERCE

Online schauen, offline kaufen

Produkt-Information im Internet wirkt sich immer stärker direkt auf die Kaufentscheidung der Konsumenten aus.

Das Besondere an diesem eher naheliegenden Umfrage-Ergebnis ist, dass dadurch nicht etwa Umsätze für die Online-Shops rasant steigen. Vielmehr gaben die 3000 von Dieringer Research Befragten an, den auf Informationen aus dem Netz basierenden Einkauf im wirklichen Leben getätigt zu haben.

106,5 Milliarden Dollar reinen Internet-Umsatzes stehen so 180,7 Milliarden gegenüber, die in Einkaufszentren oder im Laden um die Ecke ausgegeben wurden, aber direkt auf Produktinformation aus dem Netz zurückzuführen sind.

"Mehrkanal-Konsumverhalten"

Die Umfrage wurde von den seit 1996 auf "Mehrkanal-Konsumverhalten" spezialisierten Marktforschern in den zwölf Monaten bis Juli 2004 durchgeführt.

Ein Vergleich mit den Vorjahreswerten zeigt deutlich, wie sich die Schere weiter öffnet. Das reine Internet-Geschäft ist zwar um ordentliche 14 Prozent gewachsen, der kombinierte Einkauf aber gleich um 31 Prozent.

Eine ebenfalls aktuelle Umfrage der "Online Publishers Association" [OPA] wiederum ergab, dass Produktinformation im Netz inzwischen in der Konsumentengunst weit vor der Nachlese in Printprodukten liegt. Nur drei Prozent gaben Print den Vorzug, drei Viertel gaben "online" an, der Rest war unentschieden.

Beim Kaufakt selbst entschied sich auch hier eine Mehrheit dafür, diesen offline durchzuführen.