Hutchison verfehlt eigene Erwartung
Die Telekomtochter des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa, Hutchison Telecommunications International, hat bei ihrem Börsengang rund 890 Mio. Dollar eingenommen.
Damit verfehlte das Unternehmen klar die ursprünglich erhofften Erlöse in Höhe von rund 1,13 Milliarden Dollar und musste einen Aktienpreis am unteren Ende der bereits gesenkten IPO-Preisspanne festsetzen.
Anlageberater haben Hutchison Telecom laut "Wall Street Journal" zudem ein Erreichen der Profitabilität in den kommenden zwei Jahren abgesprochen.
Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die Telekomsparte, in der die Geschäfte in Hongkong, Macau, Indien, Israel, Thailand, Sri Lanka, Paraguay und Ghana zusammengefasst sind, einen Verlust in Höhe von 28 Millionen Dollar eingefahren.
Die Konzernmutter hat durch den Börsengang ihrer Telekomtochter nach Angaben einer Konzernsprecherin rund 4,1 Mrd. Hongkong-Dollar [427,2 Mio. Euro] eingenommen.
Hutchison Telecom geht an die Börse17 Milliarden Dollar Kriegskasse
Viele Investoren zeigten sich aufgrund der schlechten Gewinnaussichten und des geplanten Extra-Börsengangs des umsatzstarken Indiengeschäfts irritiert.
Hutchison Whampoa hatte erst Ende September angekündigt, im Juni kommenden Jahres zehn Prozent seines Telekom-Geschäfts in Indien an die Börse bringen zu wollen.
Kritiker hatten dem Mischkonzern unterstellt, den IPO nur durchgeführt zu haben, um seine Verluste durch die Investitionen im 3G-Bereich ausgleichen zu können. Hutchison Whampoa verweist dagegen auf seine mit 17 Milliarden Dollar prall gefüllte Kriegskasse.
