USA gehen hart gegen Spyware vor
In den USA wird nun hart gegen Spyware vorgegangen.
Nachdem vom US-Repräsentantenhaus diese Woche Gesetze verabschiedet wurden, die nicht nur das Einschleusen von Spyware unter Strafe stellen, sondern auch höhere Gefängnisstrafen festsetzen, wurde nun die erste Klage vor Gericht eingebracht.
Die Federal Trade Commission hat am Donnerstag Klage gegen mehrere Softwarefirmen eingebracht, die laut Anklage Spyware vertreiben und anschließend für 30 Dollar Abhilfe gegen ihre eigene Software anbieten sollen.
Die angeklagte Firmen Seismic Entertainment, Smartbot.net und Sanford Wallace gehören alle ein- und derselben Person.
Der "Internet Spyware Prevention Act" stellt dem US-Justizministerium zehn Millionen USD für die Verfolgung von Spyware-Anbietern zur Verfügung. Für die Installation von Software, die Daten ausspäht, drohen nun bis zwei Jahre Gefängnis, bis zu fünf Jahre für das Erlangen der Kontrolle über einen PC. Ein weiteres Gesetz ist noch im Senat.
Kalifornien will Spyware verbietenWeniger Trojaner
Die Anzahl der gefundenen Spyware auf PCs in den USA - Programme, die Daten des Benutzers ohne dessen Wissen oder Zustimmung ausspähen - geht zum ersten Mal seit Beginn des Jahres zurück.
Das geht aus einer Studie des US-Providers Earthlink und des Softwareunternehmens Webroot hervor. Über drei Millionen PCs wurden auf Spyware untersucht, dabei wurden 83,4 Millionen installierte Spyware-Programme seit Jahresbeginn gefunden.
Während in den ersten beiden Quartalen ein kontinuierlichen Anstieg verzeichnet wurde, zeigte sich nun im dritten Quartal erstmals ein leichter Rückgang, so die Studie. Vor allem die Zahl der Trojaner sei gegenüber dem zweiten Quartal wieder gesunken.
