F-Secure mit Fokus auf mobiler Sicherheit
Der Anti-Virus-Hersteller F-Secure warnt davor, dass schädliche Programme schon bald nicht nur PCs, sondern auch moderne Mobiltelefone befallen werden.
"Sobald die Zahl der Smartphones eine kritische Masse erreicht und junge Hacker sich mit den Geräten beschäftigen, werden wir den ersten gefährlichen Virus haben", so F-Secure-Chef Risto Siilasmaa.
Der erste Handyvirus namens "Cabir", der einen Fehler in Bluetooth ausgenutzt hat, ist im Juni aufgetaucht.
Erster Handyschädling noch harmlos
Eine Schadensroutine wie den Diebstahl von Passwörtern oder die
Zerstörung von Dateien wies der "Proof of concept"-Wurm nicht auf.
"Cabir": Virengefahr auch auf dem Handy"Mobile Sicherheit" ist Kernbereich
Siilasmaa geht davon aus, dass es nur zehn ernste Virenattacken auf Mobilfunkgeräte braucht, damit das Thema in aller Munde sei.
Dabei verwies er auf die Anfang der neunziger Jahre aufgetauchten Computerviren. "Damals gab es nicht einmal zehn Computerviren auf der ganzen Welt, vergleichen Sie das einmal mit heute."
F-Secure habe die "mobile Sicherheit" zu einem Kernbereich erklärt und seit drei Jahren ausgebaut.
Bis in diesem Bereich die ersten Gewinne geschrieben würden, könnte es jedoch noch dauern, sagte Siilasmaa. "Dieses Geschäft wird erst in zwei Jahren anlaufen", sagte er, "doch sollten die Umsätze schon in einem Jahr wachsen."
Nokia-Smartphone mit Virenscanner von F-Secure
Seit kurzem stattet F-Secure ein Smartphone des finnischen
Handy-Weltmarktführers Nokia ab Werk mit seiner Anti-Viren-Software
aus. Weitere Vertragsabschlüsse sowohl mit Mobiltelefon-Herstellern
als auch Netzbetreiben stünden bevor, so Siilasmaa.
Nokia Modell 6670 mit Anti-Virus
