Linux-Installationen stark steigend
Im Jahr 2005 werden elf Prozent aller auf den Wachstumsmärkten ausgelieferten Computer mit dem Betriebssystem Linux ausgeliefert - um dann angeblich bei zwei von drei PC-Nutzern flugs auf eine Microsoft-Raubkopie umgerüstet zu werden, so eine aktuelle Studie des US-Beratungsunternehmens Gartner.
Dass besonders auf den stark wachsenden Märkten in Osteuropa, Asien und Südamerika Unternehmen und Privatpersonen auf die offene Software Linux zugreifen, hat demnach drei Gründe: Firmen wollen Microsoft-Lizenzkosten sparen, Privatpersonen können sich nur sehr günstige Computer leisten - und das umfangreiche Angebot an Raubkopien.
Lizenzkosten konstant geblieben
Die Lizenzkosten für Microsoft Windows betragen laut Gartner rund
15 Prozent des Computer-Gesamtpreises. Während die Preise für
PC-Komponenten in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich
gesunken sind, seien die Lizenzkosten für das Betriebssystem
ziemlich konstant geblieben.
Windows XP Starter Edition für RusslandInsgesamt sollen 2004 weltweit fünf Prozent aller PCs mit Linux ausgeliefert werden, 2005 sollen es 5,7 Prozent, 2008 rund 7,5 Prozent sein. Die mit Abstand geringste Linux-Ausstattung gibt es laut Gartner in den USA, wo sie derzeit nur bei 0,8 Prozent liegt. In Westeuropa beträgt sie heuer 5,2 Prozent, 2008 sollen es 5,9 Prozent sein.
Der Umstieg vom günstigeren Linux auf eine Raubkopie von Microsoft hat laut Gartner fünf Beweggründe: die Kosten der Migration bereits installierter Software, die Kompatibilität mit anderen Nutzern, die Versorgung mit Treibern für externe Geräte, die Unwilligkeit von Mitarbeitern auf ein neues System umzustellen und die hohen Trainingskosten.
