Apple weitet Musik-Service iTunes aus
Bei der Popkomm in Berlin kündigte Apple an, dass sein Musik-Download-Dienst iTunes nächsten Monat in weiteren europäischen Ländern gestartet wird.
Eddie Cue, Vizepräsident für Applikationen, wollte zwar keine Details nennen, sprach aber von "voraussichtlich" mehr als fünf neuen Ländern. Die Ausweitung werde einen großen Teil von Westeuropa abdecken, so Cue.
Bereits seit einiger Zeit halten sich die Gerüchte, dass auch Österreich dabei bedacht werden könnte. Wo genau iTunes im Oktober nun tatsächlich starten wird, war nicht zu erfahren.
Derzeit läuft iTunes neben den USA auch in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Laut Apple wurden bisher über 125 Millionen Musikstücke heruntergeladen.
Während in den USA die Klagen der Musikindustrie wohl auch zum Teil zum Erfolg des Services beigetragen haben, war iTunes in Europa nicht ganz so erfolgreich. Bis Ende August wurden hier fünf Millionen Songs über das Internet abgesetzt.
Zu teure iTunes-Downloads in GBIPod soll Geschäft ankurbeln
Bei der Expansion seien die nationalen Vorlieben und lokale Musikangebote ein hartes Stück Arbeit, gab der Hersteller weiter an.
Analysten sehen kostenpflichtige Download-Services in Europa noch für längere Zeit nicht auf dem Erfolgspfad. Laut Cue bleiben Tauschbörsen wie KaZaA der größte Konkurrent von Apple.
Ankurbeln will Apple das Geschäft weiter über seinen Musikplayer iPod, der durch Kooperationen wie mit HP oder BMW, weiter verbreitet werden soll.
In den USA gebe es eine sechsmonatige Warteliste für den Einbau eines iPods in BMWs, so Cue. Derartige Partnerprogramme sollen nun ausgebaut werden.
