Ängste bremsen IT-Outsourcing
IT-Outsourcing könnte in Österreich einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent des IT-Marktes einnehmen und in drei bis fünf Jahren ein Volumen von 1,8 bis zwei Mrd. Euro erreichen, sagte der Geschäftsführer Siemens Business Services Österreich, Albert Felbauer am Mittwoch. Vorraussetzung dafür ist freilich, dass Anfangsbarrieren überwunden, wie eine aktuelle Marktstudie ergab.
Basis für diesen Optimismus sind Prognosen internationaler Analysten, die das Wachstum des Outsourcing-Marktes bei sieben bis zehn Prozent pro Jahr einschätzen.
Der österreichische Outsourcing-Markt ist 620 Mio. Euro schwer, sein Anteil am 5,3 Mrd. Euro umfassenden IT-Markt beträgt zwölf bis 15 Prozent.
Bei einer Befragung von 150 österreichischen Unternehmen durch die Consultingfirma Pro Success Management gaben 31 Prozent der Befragten Probleme schon bei der Initiierung an: Ängste vor falschen Entscheidungen, Abhängigkeit vom IT-Dienstleister, Kontrollverlust über die IT.
Nokia lagert an HP ausTod in der Anfangsphase
Dies führt laut Siemens dazu, dass viele Outsourcing-Projekte in Österreich bereits in der Anfangsphase stecken bleiben. Die wichtigsten Synergieziele - Einsparungen, Freispielen des IT-Personals von Routine-Jobs und bessere Verfügbarkeit - übertreffen aber meist die Erwartungen der Kunden.
26 Prozent der befragten Unternehmen nutzen laut Studie echtes IT-Outsourcing, 24 Prozent haben ihre IT in Tochterunternehmen ausgelagert. 42 Prozent wollen künftig Outsourcing stärker nutzen.
Schwerpunkte dabei sind Desktop Services, Software-Entwicklung und Rechenzentrums-Dienstleistungen. Abhängig von Standardisierung und Wettbewerbsintensität der jeweiligen Branche lassen sich laut Studie 80 bis 90 Prozent aller IT-Services auslagern.
SBS Österreich ist mit rund 150 Outsourcing-Kunden und 500 Mitarbeitern Marktführer in diesem Segment.
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