Erste Trojaner-JPEGs als Vorboten
Die jetzt aufgetauchten ersten JPEG-Bilder, die eine Schwachstelle in der Verarbeitung bei Microsoft-Programmen ausnutzen, könnten nur die ersten Vorboten gefährlicher Viren sein, so die Ansicht verschiedener Sicherheitsexperten.
Easynews, Host von mehreren Usenet-Newsgroups, hatte am Sonntag bereits zwei solcher Bilder in Postings entdeckt. Allein durch das Betrachten [und damit Aktivieren des Bildes] wird im Hintergrund versucht, einen Trojaner auf den Computer zu laden.
Der Anti-Viren-Spezialist F-Secure schätzt die aktuelle Bedrohung derzeit noch als gering ein. Die gefundenen JPEGs würden sich nicht replizieren, außerdem dürften die dahinter stehenden Download-Sites bereits offline sein.
Symantec erwartet in Zukunft ausgefeiltere Malware, welche die seit Mitte September bekannte Sicherheitslücke ausnutzen könnte. Laut dem Internet Storm Center führte ein JPEG, das auf der BugTraq-Liste veröffentlicht wurde, "lediglich" zu Systemabstürzen, doch auch hier wird ein besserer Code in Kürze erwartet.
Warnung vor JPEG-Sicherheitslücke
