27.09.2004

INVESTITION

Firmen sehen Nachholbedarf bei Sicherheit

Fast 70 Prozent der Unternehmen wollen im kommenden Jahr mehr Geld für die Sicherheit ihrer IT-Systeme ausgeben.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst&Young bei 1.233 Unternehmen weltweit.

Obwohl alle Unternehmen eigentlich bereits über eine geeignete Virenabwehr verfügen sollten, gehen weniger als 50 Prozent davon aus, dass sie fähig wären, im Falle eines ernsthaften Virenangriffs ihre Geschäfte weiterzuführen.

Als größte Bedrohung sehen die Unternehmen Viren, Trojaner und Internet-Würmer, heißt es weiter. 77 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass solche Angriffe auch künftig ernsthafte Bedrohungen für ihre IT-Sicherheit darstellen.

Geringe Risikoschätzung

An zweiter Stelle folge die Befürchtung, dass eigene Mitarbeiter durch Fehlverhalten die IT- Systeme beeinträchtigen könnten.

Eine Umfrage unter 842 IT-Managern in Deutschland und der Schweiz ergab zuletzt, dass mehr als die Hälfte der Befragten das Sicherheitsrisiko im Unternehmen nach wie vor als eher gering einschätzt.

Dabei registrierten zwei von drei deutschen Unternehmen im Vergleich zu 2003 "mehr oder wesentlich mehr Verstöße" gegen ihre IT-Sicherheit, so eine Umfrage des Beratungsunternehmens Mummert Consulting.

Jedem dritten Befragten seien dabei in den letzten zwölf Monaten durch Viren, Würmer und kriminelle Mitarbeiter bis zu 10 000 Euro Schaden entstanden, hieß es bei Mummert.