Vietnam schließt weitere 65 Netz-Cafes
Die Behörden haben im Süden Vietnams weitere 65 Internet-Cafes geschlossen, nachdem auf den Rechnern hunderte Adressen von Porno- und Anti-Regierungs-Sites gefunden wurden.
Die kommunistische Regierung versucht seit kurzem die Kontrolle über das Netz noch zu verstärken, indem Nutzer von Internet-Cafes sich registrieren und die Betreiber die Verkehrsdaten überwachen müssen.
Die Eigentümer von Internet-Cafes müssen weiters darüber Buch führen, wer wann und wie lange das Netz benützt, wenn sie nicht mit gerichtlichen Schritten konfrontiert werden wollen.
Die Freiheit des Internets wird nach Einschätzung der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen nicht nur in Diktaturen bedroht, sondern zunehmend auch in Ländern wie den USA und Frankreich.
Freiheit des Internet zunehmend bedrohtZahl der Netz-Nutzer steigt
Letzten Monat wurde eine eigene Polizei-Einheit aufgestellt, die Online-Kriminalität untersuchen und die Verbreitung von verbotenen Inhalten verhindern soll.
Während die Zahl der vietnamesischen Netz-Nutzer bis Ende Juli auf 5,34 Millionen gestiegen ist, versucht die Regierung den Zugang zum globalen Netz mit Firewalls, die Sites mit "unpassenden" Inhalten blockieren, im Zaum zu halten.
In Vietnam werden auch sämtliche Medien vom Staat kontrolliert.
