Konsolidierung auf dem Halbleitermarkt
In zehn Jahren werden 40 Prozent der Anbieter von Halbleitern nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner vom Markt verschwunden sein.
Zu viele Wettbewerber tummelten sich derzeit noch auf dem Markt, wie Gartner auf dem Treffen der Halbleiterindustrie in San Francisco am Montag mitteilte.
Die Zahl der Anbieter habe sich von 120 Mitte der 80er Jahre auf 550 2003 erhöht. Die Halbleiterindustrie stehe nun aber vor einer weit reichenden Konsolidierung.
In die Mikroprozessoren werden derzeit zunehmend mehr Komponenten integriert. Die Chips werden dadurch schneller und besser, aber die Preise der Chips dürften sich auf Grund des Konkurrenzdrucks im gleichen Zug verringern.
Der weltweite Halbleitermarkt hatte im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat dank der Nachfragen nach Chips für PCs, Autos und Unterhaltungselektronik-Geräte um 38 Prozent zugelegt.
Chipmarkt hat im Juli zugelegtUmsätze verlagern sich auf Verbraucher
"Komplexere Designs, zunehmender Content und größere Flexibilität bedeuten aber auch, dass weniger Mitbewerber solche Chips künftig liefern können", sagte Jim Tully, Forschungsleiter bei Gartner.
Während die Produktionsanlagen immer größer und teurer würden, würde sich diese Entwicklung nicht in gleichem Maße auf die Chip-Preise auswirken.
Bis 2013 werden nach Einschätzung der Marktforscher mehr als 50 Prozent der Halbleiterumsätze auf dem Verbrauchermarkt erwirtschaftet werden. Dieser sei aber schwerer einzuschätzen und stärker abhängig von Trends als der Business-Markt. Zugleich seien hier niedrigere Margen zu erzielen.
