Im Festnetz fliegen die Fetzen
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom [DT] werfen dem Ex-Monopolisten massive Wettbewerbsbehinderungen im Preselection-Markt vor, berichtet "Die Welt" von heute. Der größte Telekom-Konkurrent Arcor hat deshalb ein Missbrauchsverfahren bei der Regulierungsbehörde beantragt.
Beim Preselection-Verfahren werden die Festnetz-Kunden zu einem alternativen Anbieter umgeroutet, der eben günstigere Tarife bietet. Eine Praxis, die in Deutschland seit heuer neu, in Österreich seit Jahren üblich ist.
Laut dem Geschäftsführer des deutschen Verbands der alternativen Netzbetreiber VATM mehrten sich in jüngster Zeit Beschwerden von Preselection-Kunden darüber, dass ihre Gespräche plötzlich wieder zu Tarifen der Telekom abgerechnet werden.
Anfang Juli 1999 musste die österreichische Telekom ihr Netz für alternative Betreiber öffnen.
Die TA war über die Abgeltung dafür "etwas enttäuscht"Retour ohne Bestätigung
Der Wechsel zurück in's Netz der DT passiere, ohne dass die betroffenen Kunden schriftlich ihr Einverständnis dazu gegeben hätten, in einigen Fällen sogar gegen deren erklärten Willen.
Die Telekom fordere von den Wettbewerbern, die Kundenaufträge samt deren Unterschrift einzureichen.
Im Arcor-Antrag an den Regulierer heißt es, die Umsetzung von Aufträgen sei dann lahmgelegt. Der Anbieter Tele 2 argumentiert, dass so wesentlich höhere Kosten bei der Kundenakquisition entstehen. Die Telekom wies die Vorwürfe zurück und erklärte ihr Vorgehen für völlig legal.
Ein österreichisches Tarif-Ranking von Anfang September 1999.
