Dreieinhalb Jahre Haft für E-Mail-Erpresser
Für die versuchte Erpressung von Banken, Hotels und Flughäfen per E-Mail ist ein 44-Jähriger in Stuttgart zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Der Mann hatte in 39 Fällen von verschiedenen thailändischen Internet-Cafes aus gedroht, Menschen zu töten oder Gebäude zu sprengen, sollte ihm nicht ein bestimmter Geldbetrag überwiesen werden.
Die deutschen Behörden verfolgten die E-Mails nach Thailand zurück und nahmen den Mann nach seinem Rückflug in Deutschland fest.
Auch österreichische Unternehmen erpresst
Zwischen Jänner und März dieses Jahres hatte der Mann in
insgesamt 39 Fällen Banken und Hotels in Deutschland und Österreich
erpresst. Zu den Opfern des Mannes gehörten auch Rechtsanwälte,
Flughäfen und die Deutsche Bahn.
Online-Erpressung von E-Commerce-SitesDie Vorgehensweise
Unter den Alias-Namen Jonathan Drake und Vincent Baxter forderte der Mann meist Beträge zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Er drohte, ansonsten die Adressaten der E-Mails oder nahe stehende Menschen zu töten.
Von den Flughäfen verlangte er unter den Pseudonymen "Rote Zellen" und "Terrorbrigade" 50.000 bis 100.000 Euro. Andernfalls würden versteckte Bomben detonieren.
In Wien-Schwechat war daraufhin das Sicherheitsgremium zusammengetreten, in Berlin-Tegel hatten Spürhunde das Flughafengelände durchsucht.
Die meisten Opfer haben auf Anraten der Polizei nicht reagiert.
