Online-Videotheken suchen mehr Seher
Mit neuen Kooperationen wollen die US-Anbieter Netflix und CinemaNow mehr Geräte und damit Zuschauer erreichen.
Einen Film auf den Computer zu bekommen ist für viele noch machbar, doch der Weg zum Fernseher, dem eigentlichen Filmkonsumort, ist oft mühsam. Diesem Umstand wollen Online-Videotheken nun mit neuen Kooperationen begegnen.
CinemaNow hat dazu eine Zusammenarbeit mit dem Software-Hersteller Macrovision vereinbart, die darauf abzielt, mehr Geräte mit dem CinemaNow-Angebot kompatibel zu machen.
Derzeit kann die Online-Videothek abseits vom PC mit bestimmten portablen Playern von Archos und Samsung sowie Microsofts Xbox 360 genutzt werden. Dieses Angebot solle mit dem Macrovision-Deal deutlich vergrößert werden, so CinemaNow-Chef Curt Marvis.
Ziel sei es, die CinemaNow-Angebote direkt auf den Fernseher, Set-Top-Boxen und netzwerkfähige Speichereinheiten liefern zu können, so Marvis. Die Geräte sollen zudem auch andere Inhalte im heimischen Netzwerk durchsuchen und abspielen können.
Netflix will auf den Fernseher
Auch der US-Anbieter Netflix will sein Einzugsgebiet vergrößern und setzt dazu auf eine Kooperation mit dem Elektronikhersteller LG. Bis vor einem Jahr trat Netflix als Videostore rein über den Postweg auf, mittlerweile kann man die Filme auch beziehen, allerdings nur über den PC.
Mit Hilfe von LG soll Netflix nun auch direkt über den Fernseher bedienbar werden. Erste Geräte aus der Kooperation - Set-Top-Boxen, aber auch Fernseher stehen auf dem Programm - sollen im Sommer beziehungsweise Frühherbst auf den Markt kommen.
Bis zu 100 Netflix-kompatible Geräte sollen dieses Jahr auf den Markt kommen, verspricht der Hersteller, dazu sollen weitere Kooperationen mit anderen Herstellern eingegangen werden.
(AP)
