Vivendi schließt Steuer-Deal mit Paris
Die französische Regierung hat dem Medien- und Telekom-Konzern Vivendi Universal gegen die Verpflichtung zur Schaffung von Arbeitsplätzen erhebliche Steuervorteile eingeräumt.
Vivendi darf künftig alle seine Töchter und Mehrheitsbeteiligungen weltweit anteilig in der Steuerbilanz konsolidieren.
Dies bringe dem Konzern über mehrere Jahre jährliche Steuerersparnisse von 500 Millionen Euro, hieß es aus informierten Kreisen in Paris.
Vivendi Universal hat im zweiten Quartal wegen der Verkäufe von Unternehmensteilen weniger Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum, die Erwartungen des Marktes aber dennoch übertroffen.
Vivendi übertrifft Markterwartungen1.500 Arbeitsplätze
Nach Angaben des Finanzministeriums sicherte Vivendi im Gegenzug zu, über Partnerfirmen zwei Call-Center mit jeweils 300 Stellen zu schaffen.
Außerdem soll Vivendi fünf Jahre lang jedes Jahr fünf Millionen Euro an so genannte Rekonversionsgesellschaften zahlen, um bei der Schaffung von 1.500 Stellen in strukturschwachen Gebieten zu helfen.
Eine Garantie der Arbeitsplätze bei Vivendi selbst ist mit der Vereinbarung nicht verbunden.
