26.08.2004

ABGEMACHT

Vivendi schließt Steuer-Deal mit Paris

Die französische Regierung hat dem Medien- und Telekom-Konzern Vivendi Universal gegen die Verpflichtung zur Schaffung von Arbeitsplätzen erhebliche Steuervorteile eingeräumt.

Vivendi darf künftig alle seine Töchter und Mehrheitsbeteiligungen weltweit anteilig in der Steuerbilanz konsolidieren.

Dies bringe dem Konzern über mehrere Jahre jährliche Steuerersparnisse von 500 Millionen Euro, hieß es aus informierten Kreisen in Paris.

1.500 Arbeitsplätze

Nach Angaben des Finanzministeriums sicherte Vivendi im Gegenzug zu, über Partnerfirmen zwei Call-Center mit jeweils 300 Stellen zu schaffen.

Außerdem soll Vivendi fünf Jahre lang jedes Jahr fünf Millionen Euro an so genannte Rekonversionsgesellschaften zahlen, um bei der Schaffung von 1.500 Stellen in strukturschwachen Gebieten zu helfen.

Eine Garantie der Arbeitsplätze bei Vivendi selbst ist mit der Vereinbarung nicht verbunden.