26.08.2004

AKTIEN

Strengere Prüfung für TA-Swisscom-Deal

Die Untersuchungen der Geschehnisse an der Wiener Börse rund um das Platzen des TA-Swisscom-Deals seien überaus umfangreich und würden Monate dauern, sagte der Sprecher der Finanzmarktaufsicht [FMA], Klaus Grubelnik, am Donnerstag.

Ein genaues zeitliches Ende der Untersuchungen sei aus heutiger Sicht "nicht abschätzbar". Die FMA untersuche "in alle Richtungen", u.a. auch wegen des Verdachts auf Insiderhandel, bestätigte Grubelnik. Zunächst sei die FMA allerdings bestrebt, "den Sachverhalt zu klären".

Es seien am vergangenen Donnerstag - dem Tag des Platzen des Deals - hohe Volumina gehandelt worden, es habe auch Aufträge aus dem Ausland gegeben, was die Untersuchungen aufwendiger mache.

Neben den bereits bekannten auffälligen Aktienumsätzen hat es laut einem heutigen Bericht des "Standard" auch umfangreiche Optionsgeschäfte an den beiden Tagen vor dem Platzen der Fusion von Telekom und Swisscom gegeben. An der Terminbörse Ötob wurden demnach am vergangenen Dienstag und Mittwoch so viele Telekom-Put-Optionen gehandelt wie noch nie.

Aktienrückkauf gestartet

Die TA will ab sofort auch von ihrem Aktienrückkaufsrecht Gebrauch machen.

Mit dem Aktienrückkauf im Rahmen des bereits veröffentlichten Programms werde nun begonnen, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.

Der TA-Vorstand kann gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 3. Juni 2004 bis Ende 2005 eigene Aktien von bis zu 270 Mio. Euro zurückkaufen, wobei das Preisspektrum für die Aktien zwischen 9 und 18 Euro liegt.

Diese Aktien können eingezogen, für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, die Wandelschuldverschreibung sowie für Akquisitionen verwendet werden.