Strafzölle wegen Online-Glücksspielgesetz
Die Karibikstaaten Antigua und Barbuda dürfen von den USA wegen der Gesetzgebung zum Online-Glücksspiel Strafzölle verlangen.
Insgesamt dürfen sie die USA jährlich mit Sanktionen in Höhe von 21 Millionen Dollar [15 Mio. Euro] belegen, entschied ein Schiedsgericht der Welthandelsorganisation [WTO] am Freitag in Genf.
Höhere Entschädigungen gefordert
Die Karibikstaaten hatten weit höhere Entschädigungen gefordert. Sie bezifferten den ihnen durch das Gesetz entstandenen Schaden mit 3,4 Milliarden Dollar [2,4 Mrd. Euro].
Die USA wollten hingegen lediglich 500.000 Dollar an Entschädigung leisten. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.
Die USA hatten Banken und Kreditkartenunternehmen verboten, Zahlungen mit Online-Glücksspielunternehmen im Ausland abzuwickeln.
"Ungerechte Benachteiligung"
Die WTO hatte das US-Gesetz gegen Glücksspielbetreiber im Internet zuvor wiederholt für rechtswidrig erklärt.
Demnach stellen die gesetzlichen Bestimmungen der USA eine ungerechte Benachteiligung dar.
Bereits am Montag haben sich die USA mit der EU, Kanada und Japan auf Entschädigungen wegen des Online-Glückspielgesetzes geeinigt.
(futurezone APA | AP)
