Videospiel-Importe schrumpfen drastisch
Das nach dem Boomjahr 2002 eingebrochene Importgeschäft mit Videospielen in Deutschland ist im laufenden Jahr nochmals drastisch geschrumpft.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden nur noch Videospiele im Wert von gut 110 Mio. Euro eingeführt, wie das Statistische Bundesamt aus Anlass der vom 19. bis 22. August in Leipzig stattfindenden Games Convention mitteilte.
Dies waren rund 268 Mio. Euro oder 70,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereits im Jahr 2003 waren die Importe demnach um ein Viertel auf 694,7 Mio. Euro zurückgegangen.
Allerdings war der Wert der Videospiele-Einfuhren zuvor nahezu um das Vierfache gestiegen, nachdem führende Hersteller wie Nintendo und Sony um die Jahreswende 2001/2002 eine neue Konsolengeneration auf den Markt gebracht hatten.
Ein Viertel aller Games sind RaubkopienAllgemeine Konsumflaute
Als weiteren Grund für den massiven Rückgang nannten die Statistiker die allgemeine Konsumflaute in Deutschland.
Wie schon in den Vorjahren stammte auch jetzt der größte Anteil der importierten Videospiele aus China. Von Jänner bis Mai wurden laut Statistik Spiele im Wert von 59,2 Mio. Euro aus dem Reich der Mitte nach Deutschland verkauft. Der Rückgang fiel hier mit gut 76 Prozent aber auch überdurchschnittlich stark aus.
Dagegen schrumpfte das Volumen der Videospiele-Importe aus den Niederlanden, dem zweitwichtigsten Lieferland, nur um gut die Hälfte auf 41,1 Mio. Euro.
Mit weitem Abstand folgten Spiele im Wert von 3,1 Mio. Euro aus Großbritannien und 2,8 Mio. Euro aus Japan.
Aus Deutschland ins Ausland verkauft wurden im Zeitraum von Jänner bis Mai den Angaben zufolge Videospiele im Wert von 111,5 Mio. Euro. Damit gingen auch die Exporte im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Jahres 2003 um knapp 37 Prozent zurück.
