13.08.2004

PATENT-BIZ

Forgent macht mit JPEGs Umsatz

Die US-Firma Forgent Networks, die die alleinigen Rechte für das JPEG-Bildkompressionsverfahren für sich beansprucht, hat bereits erste Erfolge erzielt.

Sony und nun auch Adobe haben sich mit Forgent bereits außergerichtlich geeinigt. Jetzt will die Firma nach eigenen Angaben 40 weitere Patente überprüfen, unter anderem ein Patent, das der Technologie hinter dem Digital-Recoder TiVo zugrunde liegt.

In den letzten zwei Jahren hat Forgent rund 90 Prozent seines Umsatzes aus Patentansprüchen lukriert. Das hauseigene Softwarebusiness liegt dagegen mehr oder weniger brach.

Forgent hat insgesamt 31 große PC- und Elektronik-Hersteller auf Patentverletzung verklagt, darunter Apple, Dell, Hewlett Packard, IBM aber auch Canon, Creative Labs, JVC und Xerox.

Auch für MP3-Player

Zwar macht Forgent keine Angaben zu den erwarteten möglichen Einnahmen aus seinen Patentansprüchen, doch in einer Klagschrift geht die Firma davon aus, dass das JPEG-Patent auch bei MP3-Playern zur Anwendung kommt.

Forgent hält nach eigenen Angaben zudem auch ein Patent für "Personal Video Recorder" wie den TiVo.

Das JPEG-Patent bezieht sich auf einen mathematischen Algorithmus der bei der digitalen Bildkompression zur Anwendung kommt und alle damit verbundenen Geräte, die dies anwenden, wie Digitalkameras. Forgent glaubt jedoch, dass auch PDAs, Handys, Drucker und Scanner dazugehören.