Private Testrakete bei Start explodiert
Der Traum vom 10-Millionen-Preis für eine Pioniertat in der privaten Raumfahrt ist für zwei 26-jährige Ingenieure aus dem US-Bundesstaat Washington in Flammen aufgegangen.
Bereits beim Start explodierte ein Triebwerk ihrer unbemannten, sieben Meter langen Rakete "Rubikon 1", berichtete der US-Kabelsender MSNBC am Montag. Die Rakete sei zwar noch wenige hundert Meter in die Luft geflogen, aber dann endgültig in alle Einzelteile zerfallen.
Kopf der Testpuppe überlebte Explosion
Das zweite Triebwerk sei wie ein brennender Stab in den
Pazifischen Ozean abgestürzt. Der Kopf der Testpuppe sei wenige
Minuten später als einziges übrig gebliebene Stück der Rakete an den
Strand gespült worden.
Zweiter Privat-Raumflieger drängt ins AllDie beiden Ingenieure wollten am Rennen um den mit 10 Millionen USD dotierten "Ansari X Preis" für einen Flug bis 100 Kilometer Höhe teilnehmen. Ungeachtet des Misserfolgs wollen die beiden Amerikaner weitermachen. Um den Preis bewerben sich insgesamt 26 Teams aus 7 Ländern.
Als Favorit im Rennen um die Millionenprämie gilt bislang das Raketenflugzeug "SpaceShipOne". Es hatte am 21. Juni als erstes privat finanziertes Raumflugzeug eine Höhe von rund 100,1 Kilometern erreicht und damit am Rand des Orbits gekratzt. Hinter dem Projekt stehen der Luftfahrtpionier Burt Rutan und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen.
Die Regeln für den im Mai 1996 von den Stiftern ausgelobten Preis sehen vor, dass bis Januar kommenden Jahres ein privates Raumflugzeug innerhalb von zwei Wochen zwei Mal bis in eine Höhe von 100 Kilometern an den Rand des Orbits fliegen muss. An Bord des Flugkörpers soll nicht nur ein Pilot sein, sondern auch das Äquivalent des Gewichts von zwei Passagieren und deren Ausrüstung.
