06.08.2004

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Tele.ring weiter auf Wachstumkurs

Der viertgrößte Mobilfunkbetreiber tele.ring hat sich im ersten Halbjahr 2004 auf dem heiß umkämpften Handymarkt gut geschlagen und bei Umsatz, Ergebnis, Mitarbeitern und Kunden kräftig zugelegt.

Der Umsatz stieg um 64 Prozent auf 232,2 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] erhöhte sich von 4,5 auf 61,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge stieg auf 26 Prozent.

"Unser Ergebnis beweist, dass auch in hochkompetitiven Märkten profitables Wachstum möglich ist", so Geschäftsführer Michael Krammer.

Weiteres Kundenwachstum wird bei Einführung der Rufnummernportabilität im Herbst 2004 erwartet.

776.700 Mobilfunkkunden

Mit einem Nettozugewinn von 142.500 neuen Mobilfunkkunden im ersten Halbjahr sieht sich tele.ring "klar als Wachstumsführer in Österreich".

Bis Jahresende will tele.ring die Millionengrenze bei den Festnetz- und Mobilfunkkunden überschreiten.

Per Ende Juni betreute tele.ring insgesamt 914.800 Kunden [plus 52 Prozent gegenüber Juni 2003], davon 776.700 im Mobilfunk [plus 76 Prozent] und 138.100 im Festnetz, wobei die Zahl der Festnetzkunden um 24.000 Kunden leicht rückläufig war. Der Anteil der Vertragshandykunden liegt bei 80 Prozent.

Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Handykunde [ARPU] sei leicht "auf deutlich über 40 Euro gestiegen", so Krammer.

Jeder Fünfte wird Betreiber wechseln

Durch die Rufnummernportabilität werde in Österreich die Dynamik des Marktes weiter zunehmen, ist Krammer überzeugt. Er könne aber nicht sagen, wer Gewinner oder Verlierer ist.

Laut einer Studie des Londoner Marktforschers Ovum wird sich die Wechselbereitschaft der Österreicher von derzeit 18 auf 21 Prozent erhöhen.

Damit werde ab 2005 jeder fünfte Handykunde den Betreiber wechseln, 40 bis 50 Prozent davon würden auch ihre Nummer mitnehmen, schätzt Krammer.

Bei den Tarifen allerdings sieht der tele.ring-Chef auf dem von sinkenden Sprachtarifen geprägten heimischen Mobilfunkmarkt die Talsohle im Wesentlichen erreicht: "Ich glaube nicht, dass die Tarife noch deutlich nach unten gehen, künftig wird es eher um das 'Feintuning' gehen."