TA-Mitarbeiter auf Streikkurs

Lohnrunde
12.12.2007

Angemessene Gehaltserhöhung gefordert

Bei der Telekom Austria [TA] und ihren Töchtern hängt der Haussegen zwischen Management und Betriebsrat schief.

Nachdem sich beide Seiten bei den Gehaltsverhandlungen für 2008 bisher nicht einigen konnten, gibt es Donnerstagvormittag bundesweite Betriebsversammlungen bei der TA und der Mobilfunktochter mobilkom austria. Ein Termin für weitere Verhandlungen wurde nach der Verhandlungsunterbrechung am Dienstag nicht vereinbart.

Mitarbeiterbeteiligung statt Inflationsanpassung

Knackpunkt ist das Mitarbeiterbeteiligungsmodell. Die Unternehmensseite will die Erträge daraus in die Gehaltserhöhung einrechnen, was wiederum der Betriebsrat als Einmalzahlung ablehnt.

Geboten wurden von der TA bisher 2,7 Prozent Gehaltserhöhung. Das ist Zentralbetriebsratsvorsitzenden Michael Kolek aber deutlich zu wenig. So hätten die Beschäftigten der Mitbewerber ein Plus von drei Prozent erhalten - bei weit schlechterer Ertragslage als bei der TA. Kolek verwies in einer Aussendung auf den Nettoüberschuss der TA im letzten Quartal von 451,5 Millionen Euro.

Von der TA hieß es dazu, man habe sich bereits "weit hinausgelehnt" und vertraue weiterhin auf ein gutes Gesprächsklima.

Würde der Betriebsrat der Einrechnung der Mitarbeiterbeteiligung zustimmen, dann wäre das ein "nachhaltiger Verlust" für die Arbeitnehmer, da diese etwa bei der Pensionsberechnung nicht schlagend werden, so Kolek.

(APA)