Linux-Superrechner für Raumfährendesign
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat bei Silicon Graphics einen Supercomputer bestellt, der die Gesamt-Rechenleistung verzehnfachen soll.
Bei dem 160 Millionen Dollar teuren Gerät mit dem Codenamen "Kalpana" handelt es sich um 20 miteinender verbundenen Altix-Cluster, die unter Linux laufen.
Da jeder dieser Cluster aus 512 Intel Itanium 2 besteht, wird die gesamte Anlage im Endausbau 10.240 Prozessoren umfassen.
Innerhalb von drei Monaten soll das System bereits vollständig einsatzfähig sein, zwei der Teilcluster sind bereits jetzt in Betrieb, heisst es von SGI.
Das Altix-System von SGIAufgebaut im kalifornischen Ames Research Center der NASA wird sie benützt werden, um die Raumfähren der nächsten Generation zu entwerfen.
Dazu wird die Kraft "Kalpanas" für Klima- und Atmosphärenforschung genützt, zwei Wissenschaftszweigen, die bekannt für ihre hohen Ansprüche in Sachen Rechenleistung und Speicherbedarf sind.
Letzteren befriedigt ein 500-Terabyte-InfiniteStorage-Network von SGI.
Benannt ist der Rechner nach der indischen Astronautin Kalpana Chawla, einem der sieben Besatzungsmitglieder der Raumfähre Columbia, die im vergangenen Jahr beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht ist.
Kalpana ChawlaWetterberechnung für Europa
Erst vor wenigen Tagen hat das "European Centre for Medium-Range Weather Forecasts" [ECMWF] bekannt gegeben, dass man ebenfalls einen Super-Cluster einzusetzen gedenke.
Zu Testzwecken wurde ein aus 64 AMD Opteron 2.2 GHz Prozessoren bestehender Evolocity II von Linux Networx mit InfiniBand High-Speed Interconnects von Mellanox installiert.
Auch hier handelt es sich um ein skalierbares System von Sub-Clustern, die zusammen einen Superrechner der Spitzenklasse ergeben.
Evolocity II von Linux NetworxDen Fettesten baut IBM
Der bis dato allergrößte Linux-Cluster aber stammt aus dem Hause IBM und werkt am japanischen "National Institute of Advanced Industrial Science and Technology".
Er besteht aus mehr als 1.000 eServern, die mit 64 Bit Opteron-Prozessoren von AMD ausgestattet sind.
Mit einer Rechenleistung jenseits von 11 Teraflops [Billionen Rechenschritten pro Sekunde] liegt IBM damit relativ knapp hinter HPs ASCII Q [14 Teraflops] auf dem dritten Platz der Superrechner.
Der IBM Cluster
