Mit "Skype" ins Festnetz telefonieren
Das Telefonieren via Internet setzt sich dank der steigenden Breitband-Verbreitung und Angeboten immer mehr auch bei Privatnutzern durch.
Mit dem populären Dienst "Skype" ist es ab sofort möglich ins internationale Festnetz bzw. zu Mobilfunknetzen zu telefonieren.
Der Service ist jedoch kostenpflichtig. Ein Anruf ins österreichische Festnetz kostet einen EU-Bürger laut Skype-Preisliste beispielsweise zwei Cent.
Bisher waren nur Gespräche zu anderen Rechnern mit installierter Skype-Software möglich, diese bleiben auch weiterhin kostenlos. An Kosten fallen lediglich die Internetgebühren an.
Zur Nutzung von Skype benötigt man einen Rechner [Linux oder Windows] mit Internet-Anschluss und Headset. Die zum Betrieb nötige Software kann kostenlos heruntergeladen werden.
Download Skype 1.0 für WindowsBilliger als viele Festnetzanbieter
"Derzeit haben wir ungefähr acht Millionen Nutzer und wollen bis Jahresende zehn Millionen erreichen," so Skype- und KaZaA-Gründer Niklas Zennström. "Wir hoffen, dass fünf Prozent davon den SkypeOut-Service nutzen werden."
Die SkypeOut Global Rate beträgt in 22 ausgewählten Länder inkl. Österreich 0,017 Euro/Minute [Für EU-Bürger plus 15 Prozent Mehrwertsteuer].
Der Tarif gilt unter anderem auch für Deutschland, die USA, Frankreich, Australien, Großbritannien und Kanada.
Notrufe sind über die IP-Telefonie nicht möglich. Auch werden die Gespräche ins Festnetz. im Unterschied zu den PC zu PC-Telefonaten, nicht verschlüsselt.
Bezahlung via Kreditkarte
Für Anrufe in alle anderen Länder und auch in Mobilfunknetze
fallen höhere Gebühren an. Bezahlt wird im voraus durch den Erwerb
eines Guthaben ab zehn Euro via Kreditkarte. Das Guthaben muss dabei
innerhalb von 180 Tagen verbraucht werden, sonst verfällt es.
Preisliste für alle LänderSoll klassisches Telefon ablösen
Branchenkenner prophezeien für 2004 und 2005 eine regelrechte Revolution der Internet-Telefonie.
Schon binnen der nächsten fünf bis zehn Jahre könnte der komplette Telefonverkehr auf VoIP umgestellt werden, meinen manche Experten.
"Die klassischen Telefonanlagen verschwinden und bleiben als Dinosaurier übrig," so etwa der deutsche Unternehmensberater Günter-Ulrich Tolkiehn.
Der Technik-Consulter Forrester Research schätzt, dass die Umstellung spätestens 2020 vollzogen ist.
Auch Zennström ist sich sicher: "Die Idee, für Telefonate Geld zu verlangen, gehört ins letzte Jahrhundert."
ORF.at über die "Zukunft der Telefonie"
