28.07.2004

VOICE OVER IP

Mit "Skype" ins Festnetz telefonieren

Das Telefonieren via Internet setzt sich dank der steigenden Breitband-Verbreitung und Angeboten immer mehr auch bei Privatnutzern durch.

Mit dem populären Dienst "Skype" ist es ab sofort möglich ins internationale Festnetz bzw. zu Mobilfunknetzen zu telefonieren.

Der Service ist jedoch kostenpflichtig. Ein Anruf ins österreichische Festnetz kostet einen EU-Bürger laut Skype-Preisliste beispielsweise zwei Cent.

Bisher waren nur Gespräche zu anderen Rechnern mit installierter Skype-Software möglich, diese bleiben auch weiterhin kostenlos. An Kosten fallen lediglich die Internetgebühren an.

Billiger als viele Festnetzanbieter

"Derzeit haben wir ungefähr acht Millionen Nutzer und wollen bis Jahresende zehn Millionen erreichen," so Skype- und KaZaA-Gründer Niklas Zennström. "Wir hoffen, dass fünf Prozent davon den SkypeOut-Service nutzen werden."

Die SkypeOut Global Rate beträgt in 22 ausgewählten Länder inkl. Österreich 0,017 Euro/Minute [Für EU-Bürger plus 15 Prozent Mehrwertsteuer].

Der Tarif gilt unter anderem auch für Deutschland, die USA, Frankreich, Australien, Großbritannien und Kanada.

Notrufe sind über die IP-Telefonie nicht möglich. Auch werden die Gespräche ins Festnetz. im Unterschied zu den PC zu PC-Telefonaten, nicht verschlüsselt.

Soll klassisches Telefon ablösen

Branchenkenner prophezeien für 2004 und 2005 eine regelrechte Revolution der Internet-Telefonie.

Schon binnen der nächsten fünf bis zehn Jahre könnte der komplette Telefonverkehr auf VoIP umgestellt werden, meinen manche Experten.

"Die klassischen Telefonanlagen verschwinden und bleiben als Dinosaurier übrig," so etwa der deutsche Unternehmensberater Günter-Ulrich Tolkiehn.

Der Technik-Consulter Forrester Research schätzt, dass die Umstellung spätestens 2020 vollzogen ist.