26.07.2004

EU-KOMMISSION

Rüge für zu hohe Roaming-Gebühren

Die Gebühren für Handy-Gespräche im Ausland sind "übertrieben hoch". Dies stellte die EU-Kommission nach jahrelanger Prüfung am Montag fest.

Als erste rügten die Brüsseler Wettbewerbshüter die beiden britischen Mobilfunkbetreiber O2 und Vodafone. Sie hätten ihre beherrschende Marktstellung ausgenutzt.

Ausländische Anbieter mussten für die Gespräche ihrer Kunden auf der Insel in der Vergangenheit hohe Gebühren für das Roaming an O2 und Vodafone zahlen, wie die Kommission als vorläufiges Ergebnis ihrer Untersuchung mitteilte.

Preissenkung durch Routing

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti kritisierte, die Preise für Handy-Gespräche im Ausland stünden im krassen Gegensatz zu denen im Inland.

Die Kommission glaubt, dass die Preise mit dem so genannten Routing sinken könnten. Es sei technisch möglich, die Gespräche gezielt auf das Netz eines ausländischen Partnerunternehmens des eigenen Anbieters zu lenken.

Preissenkungen für die Handy-Kunden auf dieser Grundlage haben sich allerdings noch nicht allgemein durchgesetzt.