Rüge für zu hohe Roaming-Gebühren
Die Gebühren für Handy-Gespräche im Ausland sind "übertrieben hoch". Dies stellte die EU-Kommission nach jahrelanger Prüfung am Montag fest.
Als erste rügten die Brüsseler Wettbewerbshüter die beiden britischen Mobilfunkbetreiber O2 und Vodafone. Sie hätten ihre beherrschende Marktstellung ausgenutzt.
Ausländische Anbieter mussten für die Gespräche ihrer Kunden auf der Insel in der Vergangenheit hohe Gebühren für das Roaming an O2 und Vodafone zahlen, wie die Kommission als vorläufiges Ergebnis ihrer Untersuchung mitteilte.
Auch andere Länder betroffen
Eine ähnliche Prüfung in Deutschland läuft noch. Andere Länder
könnten ebenfalls betroffen sein, doch ist es nach Darstellung der
EU-Kommission sehr schwer, jeweils den Beweis übertrieben hoher
Gebühren zu führen.
Große Unterschiede bei Roaming-KostenPreissenkung durch Routing
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti kritisierte, die Preise für Handy-Gespräche im Ausland stünden im krassen Gegensatz zu denen im Inland.
Die Kommission glaubt, dass die Preise mit dem so genannten Routing sinken könnten. Es sei technisch möglich, die Gespräche gezielt auf das Netz eines ausländischen Partnerunternehmens des eigenen Anbieters zu lenken.
Preissenkungen für die Handy-Kunden auf dieser Grundlage haben sich allerdings noch nicht allgemein durchgesetzt.
