Täglich gelangen 50 neue Viren ins Netz
Die Angriffe durch gefährliche Computerviren haben nach Angaben des Anti-Virus-Herstellers McAfee im ersten Halbjahr 2004 im Vergleich zum Vorjahr dramatisch zugenommen.
Allein bis zum Ende des ersten Quartals zählte McAfee bereits mehr mittel- und hochgefährliche Viren [21] als im ganzen Jahr 2003 [20].
Im ersten Halbjahr 2004 wurden täglich 50 neue Computerviren auf den Weg gebracht.
Bis Jahresende erwartet McAfee rund 18.000 neue Viren.
Der kürzliche Krieg zwischen den Autoren der Viren Bagle und Netsky habe eine erhebliche Zunahme der in diesem Jahr erfolgten Virenattacken verursacht. In den ersten sechs Monaten des Jahres trieben die beiden Viren in 215 Ländern ihr Unwesen.
Aufräumen in der Virus-SzenePhishing-Versuche steigen
Laut McAfee sind Massen-Mail-Attacken nach wie vor die beliebtesten Tricks, mit denen Virenschreiber Unternehmenszugänge knacken. Für private Anwender sind hingegen Spyware und Adware in 60 Prozent aller Fälle Plagegeister Nummer eins.
Besonders zugenommen hat zudem das so genannte Phishing. Dabei wird versucht, durch gefälschte E-Mails jemanden dazu zu bringen, eine bestimmte Internetseite zu besuchen und dort persönliche Informationen wie Finanzdaten oder Kreditkartennummern einzugeben.
Die Experten von McAfee gehen davon aus, dass sich Phishing zum größten Problem bei Privatanwendern entwickeln wird.
