IPv6 auf Root-Servern freigeschaltet
Mit den Worten "Das ist ein sehr großer Schritt" gab ICANN-Chef Vinton Cerf nun bekannt, dass das Internet-Protokoll IPv6 auf den 13 Root-Servern des Domain Name Systems [DNS] freigeschaltet worden ist.
Die Migration auf IPv6 ist notwendig, da zwei Drittel aller Internet-Adressen schon jetzt in Gebrauch sind, der Bedarf aber in nächster Zeit aufgrund der zunehmenden Vernetzung von Unterhaltungselektronik oder auch Haushaltsgeräten rasant weiter steigen wird.
Die kommenden 20 Jahre werden nun beide Internet-Protokolle parallel auf den Root-Servern eingesetzt, um sicherzustellen, dass bis zur Ausräumung sämtlicher Bugs keine Störungen auftreten.
Das aus den 70er Jahren stammende IPv4 ist theoretisch auf circa vier Mrd., praktisch auf 250 Mio. Adressen beschränkt. IPv6 erweitert das auf 128 Bit und stellt 2 hoch 128 [vier Mrd. x vier Mrd. x vier Mrd. x vier Mrd.] Adressen bereit.
Die 13 Root-ServerUngleiche Verteilung
Neben der Adressausweitung sorgt IPv6 als nächste Generation des Internets durch Verschlüsselung für mehr Sicherheit bei E-Commerce-Anwendungen, einer Vereinfachung der administrativen Aufgaben und verbesserter Skalierbarkeit und Mobilität.
Österreich hat mit IPv4 in Summe etwa 800.000 IP-Adressen zu vergeben.
Die USA halten 70 Prozent aller IP-Adressen. Die US-Bildungsstätten Stanford und MIT haben etwa jeweils mehr Adressen als die gesamte Volksrepublik China zur Verfügung.
