Allgemeine Anspannung vor Service Pack 2
Das lang erwartete und immer wieder verzögerte Windows XP Service Pack 2 [SP2] von Microsoft soll vor allem für mehr Sicherheit auf den Nutzer-PCs sorgen.
Der Release des umfangreichsten Updates, das Windows je erlebt hat, bringt aber nicht nur für Microsoft zahlreiche Probleme mit sich:
Zahlreiche Firmen befürchten, dass ihre Programme künftig nicht mehr funktionieren könnten.
Auch das ist ein Mitgrund, warum der Erscheinungstermin des Service Pack immer wieder verschoben wurde.
Warten auf Service Pack 2
Das Service Pack 2 [SP2] für Windows XP kommt bis spätestens
August. Ursprünglich war der Release-Termin für Juni angesetzt,
danach für Juli und schließlich war von Seiten Microsofts vom Sommer
die Rede.
Service Pack 2 kommt bis AugustMehraufwand durch Norton-Update
Matthew Moynahan, Vizepräsident der Sicherheitsfirma Symantec zeigt sich zwar erfreut, dass Microsoft sein Betriebssystem sicherer machen will.
Dennoch stellt sich der Spezialist darauf ein, dass die Nutzer der Norton Anti-Virus-Software, die weltweit auf rund 100 Millionen Computern installiert ist, ein Update benötigen werden, damit das Programm nach dem Update funktioniert.
Diese Tatsache bringt auch einen großen Service-Aufwand mit sich, deshalb bereitet sich Symantec auf verstärkten Telefon-Support vor und will mehr Service-Personal einsetzen.
Barry Goffe, Produktmanger bei Microsoft glaubt dennoch, dass "die Großzahl der Anwendungen" problemlos funktionieren wird.
Microsoft investiert
Die Einführung des SP2 will sich Microsoft einiges kosten lassen.
So wird kolportiert, dass mit einer 300 Millionen Dollar teuren
Werbekampagne die User davon überzeugt werden sollen, das SP2 zu
installieren.
Microsoft gibt Tipps für XP-Service-Pack 2Drei Prozent der Programme inkompatibel
Zu Problemen könnten vor allem Programme führen, die online interagieren, wie etwa Gaming- oder Musik-Services.
Das Marktforschungsinstitut Gartner schätzt, dass etwa drei Prozent der Programme nicht funktioneren werden, wenn SP2 erscheint.
Russ Cooper vom Sicherheitsunternehmen TruSecure sieht es jedoch positiv, dass Firmen durch das Update gezwungen werden, ihre Anwendungen sicherer zu machen und upzudaten.
Letztendlich werden seiner Meinung nach vor allem große Unternehmen eine abgespeckte Version des SP2 verwenden, um einerseits Kompabilitäts-Problemen aus dem Weg zu gehen und sich andererseits die Mühe der Administration von Tausenden Rechnern zu ersparen.
Auch MS-Produkte betroffen
Wie so oft sind dabei nicht einmal Microsoft-Produkte immun: Bei einem Juniper-Research-Analysten, der eine frühe Version des SP2 getestet hatte, kam es etwa bei der Anwendung von Office Live Meeting zu einer Fehlermeldung.
