Solides Wachstum auf Chipmarkt erwartet
Infineon rückt zur Weltspitze auf, AMD verliert
Infineon ist einer Studie des Marktforschungsunternehmens iSuppli zufolge zum zehntgrößten Chiphersteller der Welt aufgestiegen. Mit einem erwarteten Umsatz von 5,9 Milliarden Dollar in diesem Kalenderjahr rückt der Halbleiterkonzern aus Neubiberg bei München binnen eines Jahres um fünf Plätze nach vorn, so die Marktforscher. Die Umsätze der Speicherchiptochter Qimonda sind darin nicht mehr enthalten.
Verlierer AMD
Infineon kommt der Studie zufolge auf einen Marktanteil von 2,2 Prozent. Die Deutschen überholen unter anderem den US-Konkurrenten AMD, der vom achten auf den elften Platz zurückfällt. Der Intel-Rivale und Qimonda sind die größten Verlierer: Der noch zu Infineon gehörende Speicherchiphersteller deckt 1,5 Prozent des Marktes ab und steigt vom zwölften auf den 16. Rang ab.
Unangefochtener Marktführer bleibt Intel: Mit einem prognostizierten Umsatz von knapp 34 Milliarden Dollar sichert sich der US-Hersteller 12,5 Prozent des Kuchens. Auf Rang zwei bleibt mit weitem Abstand die südkoreanische Samsung
Electronics mit 7,4 Prozent.
Sony-Konsolen treiben Nachfrage
Die größten Gewinner des Jahres sind der Rangliste zufolge japanische Unternehmen. Die Nachfrage nach Spielekonsolen von Sony kurbelt die Nachfrage nach Sony- und Toshiba-Chips kräftig an.
Der globale Chipmarkt wird nach der iSuppli-Prognose im laufenden Jahr verglichen mit 2006 um vier Prozent auf rund 271 Milliarden Dollar zulegen.
(Reuters)
