SGI baut Riesen-Linuxcluster
Silicon Graphics baut einen Supercomputer für das US-amerikanische National Center for Supercomputing Applications [NCSA], das ein einziges Linux-Image verteilt über 1.024 Prozessoren einsetzt.
Konkret werden Itanium-2-Chips von Intel eingesetzt; der gemeinsam adressierte Arbeitsspeicher beträgt drei Terabyte.
Der bisher größte Supercomputer im NCSA war ein IBM p690 mit zwölf 32-Prozessor-Nodes. Der neue Rechner bietet den Wissenschaftlern Rechenleistung für Wetterdaten-Analyse, die Simulation einer Kollision zweier schwarzer Löcher und andere komplexer Ereignisse in der Geschichte des Universums.
Programmierung wird einfacher
Dadurch, dass nicht jedem Prozessor ein einzelner Arbeitsspeicher
zugewiesen wird, sondern der Gesamtspeicher gemeinsam adressiert
werden kann, können die Experten weitaus komplexere und
umfangreichere Berechnungen durchführen. "Die Benutzer können auf
ein einzelnes Memory-Image zugreifen", erklärt Rob Pennington,
Interimsdirektor des NCSA. "Dadurch ist die Programmierung weitaus
einfacher, und die Leistung sollte ebenfalls steigen".
Stärkster Supercomputer wird aufgerüstetSystem ist im März 2005 fertig
Das System soll "Cobalt" genannt werden und im März 2005 fertiggestellt sein. Die Aufbauarbeiten haben bereits begonnen.
Als Betriebssystem kommt SGI Advanced Linux zum Einsatz, eine modifizierte Version von RedHat Linux. An das Grid wird ein SGI InfiniteStorage-System angeschlossen, das über eine Kapazität von 370 Terabyte verfügt. Der Festspeicher ist auch von anderen Systemen aus benutzbar.
