Neue Spitze bei der Telecom Italia
Fiat-Finanzier Gabriele Galateri di Genola soll das Ruder bei der Telecom Italia übernehmen.
Bei dem italienischen Telekomkonzern Telecom Italia zeichnet sich eine neue Spitze ab. Nach monatelangem Tauziehen hat die Mailänder Investmentbank Mediobanca am Montag den Finanzier Di Genola, Vertrauensmann der Unternehmerfamilie Agnelli, für den Posten des Telecom-Präsidenten designiert.
Den Posten des Geschäftsführers soll der Ex-Telecom-Chef Franco Bernabe erhalten, teilte Mediobanca mit.
Ungewissheit zu Ende
Mit der Designierung soll eine Phase tiefer Ungewissheit um die Zukunft der Telecom Italia zu Ende gehen. Im April hatte ein Konsortium für 3,3 Milliarden Euro einen 24-Prozent-Kontrollanteil an der Telecom Italia erworben.
Zu den Käufern gehören der spanische Rivale Telefonica, die Industriellenfamilie Benetton, Mediobanca und die italienischen Finanzdienstleister Intesa Sanpaolo und Generali.
Die neuen Besitzer hatten sich entschlossen erklärt, den erst im Frühjahr eingesetzten Chairman Pasquale Pistorio sowie seinen Vize Carlo Buora auszuwechseln, der die Oberaufsicht über das operative Geschäft hat. Doch bisher konnten sich die Aktionäre nicht auf Nachfolger einigen.
Schlechte Resultate
Telecom Italia ist auch durch schlechtere Resultate belastet. Der Konzern musste in den vergangenen neun Monaten einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Unterm Strich wurden in diesem Zeitraum mit 2,2 Milliarden Euro fast sieben Prozent weniger verdient als vor Jahresfrist.
Der Umsatz ging um 0,7 Prozent auf 23 Milliarden Euro zurück. Das Unternehmen sieht sich mit einem zunehmenden Wettbewerb auf seinem Heimatmarkt konfrontiert - vor allem im Festnetzbereich und bei den Breitbandanschlüssen.
(APA)
