Disketten-Schwund im Atomlabor
Los Alamos ist drauf und dran, Loch Ness abzulösen, die heurigen Tatarenmeldungen betreffen gar den Verlust modernster Speichermedien wie Disketten, vielleicht auch noch modernerer CDs.
Originaltext dpa:
"Im US-Atomlabor Los Alamos werden zwei Computerdisketten mit geheimen Informationen vermisst. Nach Medienberichten vom Samstag ist es der dritte Vorfall dieser Art innerhalb von acht Monaten in der Forschungseinrichtung in New Mexico, der einstigen Atomwaffenschmiede der USA.
Diesmal löse der Verlust deutlich größere Besorgnis aus als in den voraus gegangenen Fällen, hieß es. So wurde der Sprecher des Labors, Kevin Roark, mit den Worten zitiert, die Angelegenheit sei "sehr ernst".
Bei den Vorfällen im vergangenen Mai und Dezember 2003 hatte es geheißen, der Verlust der Disketten stelle keine Gefahr für die nationale Sicherheit dar.
Nähere Angaben über die Art von Informationen, die sich auf den jetzt vermissten CDs befand, machte der Sprecher nicht. Den Medienberichten zufolge könnten sie jedoch mit aktuellen Forschungsprojekten zusammenhängen.
Danach wurde der Verlust am vergangenen Mittwoch entdeckt, als Wissenschaftler bei der Vorbereitung auf ein Experiment eine Inventur durchführten. In den beiden voraus gegangenen Fällen war vermutet worden, dass die Disketten veraltete Daten enthielten und vernichtet wurden, aber auf Grund eines Buchhaltungsfehlers auf der Inventarliste blieben."
Diese Story über den Hintergrund von derartigen Meldungen und warum diese praktisch nie zufällig in die Welt geraten aus dem Jahr 2000 gilt im Wesentlichen noch
Infowar um das Atomlabor Los Alamos
