Warnung vor Lizenzstreits bei Klingeltönen
Das Geschäft mit Klingeltönen für Handys boomt unaufhörlich, dennoch warnen Analysten vor überzogenen Erwartungen.
Laut Baskerville/Informa Media sollen Klingeltöne bis 2008 mit über 3,7 Mrd. Euro rund zwölf Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, nach 2,4 Mrd. im vergangenen Jahr.
Die Nachfrage am Markt für Klingeltöne bewegt sich zusehends in Richtung Hits und Melodien aus den aktuellen Charts. Die Plattenindustrie begehre immer mehr aus den Umsätzen, so der Vorwurf der Ringtone-Provider.
Um die Entwicklung nicht zu gefährden, müssten sich die Musiklabels bei den geforderten Margen etwas zurückhaltender zeigen, so Informa.
Derzeit liegt der Umsatzanteil für die Plattenfirmen zwischen 25 und 55 Prozent vom Verkaufswert, rund 120 Millionen der Umsätze aus dem Jahr 2003 gingen laut Informa an die Verwertungsgesellschaften.
Milliardengeschäfte mit KlingeltönenMöglichkeit für illegalen Markt
Konflikte um die Rechtevergabe und Lizenzzahlungen könnten damit ähnlich wie bei Musik-Downloads zu einem Stillstand und so illegalen Markt ein größeres Potential eröffnen.
Als bestes Beispiel dienen hierfür Tauschbörsen KaZaa und Morpheus, die lange von der Unentschlossenheit der Musikindustrie profitierten.
