US-TV-Kabelmanager schuldig gesprochen
Der Firmengründer und ehemalige Unternehmenschef der fünftgrößten US-Kabelfernsehgesellschaft Adelphia, John Rigas, und sein Sohn Timothy wurden am Donnerstag in New York der Verschwörung und des Wertpapierbetrugs für schuldig befunden.
Die Rigas-Familienmitglieder hatten Adelphia nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wie einen privaten Geldautomaten benutzt, um ihren aufwendigen Lebensstil zu finanzieren.
Sie hatten über die Finanzlage des Unternehmens gelogen, bevor Adelphia ein Insolvenzverfahren anmelden musste. Das berichtet die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg.
Sie hatten sich Barzuschüsse von 50 Mio. USD [40,5 Mio. Euro] von der Firma geben lassen. Sie hatten Wertpapiere um 1,6 Mrd. USD gekauft. Sie hatten sich 252 Mio. USD geliehen, um fällige Wertpapierkredite zurückzuzahlen.
US-TV-Kabelmanager festgenommenAutos und Antiquitäten
John Rigas soll monatlich eine Mio. Dollar in bar bezogen haben.
Er verwendete die Firmengelder zum Kauf von 17 Autos, von Antiquitäten im Wert von einer halben Mio. Dollar sowie zum Erwerb von Forstwirtschaftsrechten in der Nähe seiner Farm, wofür 25 Mio. Dollar aufgewendet wurden.
Michael Rigas, ein anderer angeklagter Sohn von John Rigas, wurde in Sachen Verschwörung nicht schuldig befunden, da sich die Geschworenen nicht einigen konnten.
Michael Mulcahey, ein früherer Mitarbeiter der Adelphia-Bilanzabteilung, wurde in allen Punkten für nicht schuldig befunden.
