Ericsson-Krise weitet sich aus
Börse ermittelt wegen Gewinnwarnung
Die Stockholmer Börse hat am Donnerstag Ermittlungen gegen den schwedischen Telekommunikationskonzern Ericsson wegen einer umstrittenen Gewinnwarnung aufgenommen.
Aktie bricht ein
Wie ein Börsensprecher betonte, sei eine entsprechende Mitteilung von Konzernchef Carl-Henric Svanberg am Dienstag vor Analysten in New York gegen die Regeln gewesen. Der Aktienkurs war danach um elf Prozent gesunken. Ericsson steht wegen einer Gewinnwarnung im Oktober bereits vor Milliardenklagen von US-Investoren.
Konzernchef unter Druck
Die Zeitung "Dagens Nyheter" berichtete über Bestrebungen, Svanberg an der Konzernspitze abzulösen. In anderen Berichten hieß es, er sei im Prinzip schon entmachtet. Aufsichtsratschef Michael Treschow erklärte dagegen, Svanberg habe weiter sein volles Vertrauen.
Das mit schrumpfenden Erträgen und drastischen Aktienkursstürzen kämpfende schwedische Unternehmen ist weltweit der größte Telekommunikationsausrüster.
(APA | dpa)
