06.07.2004

UNI TOKIO

Roboter bekommen Tastsinn

Japanische Forscher arbeiten derzeit an einer elektronischen Haut für Roboter, die ähnlich empfindsam wie die menschliche sein soll.

So könnten etwa künftige Robotergenerationen mit einem Tastsinn ausgestattet werden und Objekte mit den Händen identifizieren oder verschieden Aufgaben mit Feingefühl erledigen.

Dafür wird der Roboter mit einer Art Gummischicht überzogen. Diese so genannten Polyvinylidenfluoride erzeugen ein elektrisches Feld, wenn sie gedrückt oder gedehnt werden.

Zusätzlich haben die Wissenschaftler der Universität Tokio das Polymer mit einer Schicht winzig kleiner Transistoren ausgestattet. Diese wandeln das elektrische Feld in ein elektrisches Signal um und erkennen so die Druckstelle.

Transistoren aus Pentacene

Die eigentliche Herausforderung bestand darin, die Gummihaut biegen und drücken zu können, ohne die Transistoren dabei zu beschädigen.

Daher setzten die Forscher auf organische Transistoren aus Pentacene statt des herkömmlichen Siliziums.

So kann die künstliche Haut um einen bis zu zwei Millimeter dünnen Stab gewickelt werden und bleibt dabei funktionsfähig.

Als nächstes wollen die Forscher auch das Fühlen von Temperaturen oder etwa Feuchtigkeit ermöglichen. Auch die Dehnbarkeit, die Haut ist derzeit zwar biegsam wie ein Blatt Papier, aber nicht elastisch, soll erhöht werden.