Virgin Mobile will an die Börse
Der wachstumsstarke britische Mobilfunkdienstleister Virgin Mobile soll bis Ende Juli an die Börse in London gehen.
Die Aktien würden institutionellen Investoren in Großbritannien und im Ausland angeboten, teilte das zum weltweiten Firmenimperium des Geschäftsmannes und Abenteurers Richard Branson gehörende Unternehmen am Mittwoch mit.
Der Unternehmenswert soll bei rund 1,3 Mrd. Pfund [umgerechnet 1,95 Mrd. Euro] liegen, wovon 300 Mio. Pfund Schulden seien. Ziel sei es, mit der Platzierung von rund 40 Prozent des Kapitals mindestens 250 Mio. Pfund zu erlösen.
Erlös fließt anderen Geschäftsfeldern zu
Der Emissionserlös soll der Holding Virgin Group und damit
anderen Geschäftsfelder des Konzerns zufließen. Der Virgin-Konzern
umfasst rund 200 Firmen - darunter ein Musiklabel und mehrere
Fluggesellschaften, einige davon börsennotiert.
Virgin Mobile prüft Börsegang für Ende JuniDie Virgin-Gruppe war ursprünglich selbst an der Börse notiert. Branson hatte den Konzern jedoch 1988 wieder in Privatbesitz genommen.
Der Weg für den bereits seit längerem geplanten Börsengang von Virgin Mobile hatte Branson Ende Jänner freigemacht. Virgin Mobile einigte sich damals mit dem zur Deutschen Telekom gehörenden Mobilfunkunternehmen T-Mobile über einen jahrelangen Rechtsstreit.
T-Mobile zog sich aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit seinen rund vier Mio. Kunden zurück. Dafür wird T-Mobile mit maximal 100 Mio. Pfund am Erlös des geplanten Börsengangs beteiligt. T-Mobile zählte in Großbritannien Ende März 14,3 Mio. eigene Mobilfunkkunden.
Virgin Mobile wurde 1999 als Mobilfunkdienstleister für den britischen Markt zu gleichen Teilen von Virgin und T-Mobile gegründet. Auf dem unter vier Netzbetreibern heftig umkämpften britischen Markt verkauft Virgin Mobile seitdem in seiner Ladenkette Handys mit Guthabenkarten auf eigene Rechnung, T-Mobile liefert die Netzkapazitäten.
DT gibt Virgin-Mobile-Anteil an Virgin ab
