Handysicherheit via Chip
Der Chiphersteller Texas Instruments [TI] und der Chipdesigner ARM haben eine Kooperation geschlossen, in der beide Unternehmen die Sicherheit von Handys erhöhen wollen.
Dabei sollen Sicherheitsfeatures gleich in die Chips eingebaut werden, anstatt sich auf Software zu verlassen. Damit sollen gängige Hackangriffe erschwert werden.
Handys sind - je nach Technologie - meist mit einer eindeutigen Nummer ausgestattet, die das Gerät gegenüber dem Handynetz identifizierbar macht. In Europa etwa, wo GSM verwendet wird, heißt dieser Code IMEI [International Mobile Equipment Identity].
Cracken von IMEI-Codes
Was einst als unknackbare Lösung galt, ist jedoch mittlerweile
Angriffsziel von Crackern geworden. Handydiebe können mit spezieller
Software nach dem Brechen der Verschlüsselung den IMEI-Code ändern.
IMEI-Modifikation wird strafbarIn der Theorie ist jedes Handy anhand der IMEI-Nummer eindeutig identifizierbar - im Falle eines Verlusts oder Diebstahls kann dann das Handy aus dem Netzwerk ausgesperrt und somit unbrauchbar gemacht werden.
Um einen erfolgreichen Hackversuch mit entsprechend abgesicherten Chips durchzuführen, müsste der komplette Speicher umprogrammiert anstatt nur die Verschlüsselung geknackt werden, so ein TI-Sprecher.
Erster Handyvirus aufgetaucht
Die Ankündigung der beiden Unternehmen folgt kurz nach dem
Auftreten des ersten Handyvirus. Der Wurm "Cabir" verbreitet sich
über Smartphones mit dem Betriebssystem Symbian und benutzt dazu die
drahtlose Bluetooth-Verbindung.
Virengefahr auch auf dem HandyObwohl der Wurm per se keine Schadensfunktion aufweist und erst nach Bestätigung aktiviert werden kann, hat er die Branche aufgeschreckt. Mit der Implementation von gesicherten Chips soll unter anderem auch die Verbreitung von Viren eingedämmt werden.
