"2050 gewinnen Robotkicker Fußball-WM"
Heute startet in Lissabon der RoboCup 2004, die Weltmeisterschaft für Robot-Kicker.
Anders als bei der erst kürzlich in München abgehaltenen Europameisterschaft, in der ein österreichisches Team einen der beiden Titel gewann, gibt es diesmal fünf Klassen.
Statt Würfeln treten hier Humanoide, Robots mit vier Beinen und andere Hybrid-Konstrukte an.
Im RoboCup ist Österreich in der Middle Size League durch ein Team der TU Graz vertreten, das tatsächlich "Mostly Harmless" heisst. Ob dies als Ansage zum österreichischen Fußball generell oder als besonders gute Tarnung zu interpretieren ist, werden die kommenden Spieltage zeigen, wenn die vier kegelförmigen Bots aus Graz antreten.
In der Small Size League tritt das Team "Vienna Cubes" des Technikums Wien an.
Die Aibos
In der Aibo-Klasse werden hier etwa den NUbots der Universität of
Newcastle [Australien] gute Chancen eingeräumt. Durch neueste
Aibo-Hardware wurden ihre Bewegungen wurden gegenüber den
Vorgängermodellen wesentlich verbessert.
Die Vierbeiner-Liga
"Mostly Harmless"Die Humanoiden
Die Königsklasse aber stellen die Humanoiden dar. Sechzehn, teils martialisch anmutende Blechgladiatoren aus aller Welt treten gegeneinander an um den Titel an.
Neben dem Robotik-Schwergewicht Japan stellen Teams aus Australien, Deutschland und Iran des Gros der Teilnehmer
Mit Nagara und FirStep waren zwei japanische Bots die letztjährigen Gewinner des "Louis Vuitton Humanoid Cup."
Das ultimative Ziel
Das ultimative Ziel von RoboCup ist nach Angaben der
Veranstalter, bis zum Jahr 2050 eine Mannschaft von lebensgroßen,
völlig selbstständigen Humanoide zu entwickeln, die den regierenden
Fußballweltmeister der Liga "echte Menschen" besiegen.
Alle Blech-Athleten der Humanoiden-KlasseDie Europameister
In der MiroSot Large League [sieben gegen sieben] wurde das Team
Austro-Tech Europameister. Austro-Music [fünf gegen fünf] erkämpfte
Platz drei. In den Vorrunde glänzten beide Teams mit Kantersiegen.
Die Plymouth Drakes wurden 12:0 abgefertigt, dem Team der TU Ostrava
wurden bei keinem Gegentreffer gleich 22 Bummerln ins Netz gesetzt.
Die Ergebnisse im Detail
