26.06.2004

DEFEKT

Intel ruft neue Chipsätze zurück

Die am vergangenen Montag offiziell vorgestellten neuen Chipsets von Intel wurden offenbar zu überhastet ausgeliefert. Gestern Nacht gab Intel bekannt, eine unbestimmte Zahl von Motherboards, die mit Chips der neuen Serie 915 G/P and 925X Express bestückt sind, zurückzurufen.

Grund ist nach Angaben von Intel ein Produktionsfehler. Es wurde schlicht verabsäumt eine nur für den Produktionsvorgang nötige Schutzfolie zu entfernen. Die Folge sind Abstürze beziehungsweise Verweigerung des Bootvorgangs.

Die unter den Codenames "Grantsdale" bzw "Alderwood" entwickelten Chipsets sollten eigentlich eine wesentlich schnellere Anbindung der CPU an Motherboards mit integrierten Sound- und Netzwerkmodulen gewährleisten.

Keine genauen Zahlen

Wieviele Motherboards insgesamt betroffen sind, die längst in Rechner von führenden Herstellern wie Dell und HP eingebaut sind, vermochte er nicht zu sagen.

Diese Zurückhaltung ist auch in Zusammenhang mit der für 13. Juli angesetzten Veröffentlichung der Quartalszahlen zu sehen.

HP bekennt separat

In einer separaten Ankündigung gab HP am Freitag bekannt, einen Designfehler in den RAMs einer Serie von Notebooks entdeckt zu haben. Bis zu 900.000 Rechner könnten betroffen sein, die diese zwischen März 2002 und Juli 2003 produzierten RAM-Module enthalten.

Die fehlerhaften RAMs stammen von Infineon, Micron, Samsung und Winbond. Unter den betroffenen Modellen sind Compaq Evo Notebooks, HP Business Notebook nx7000, HP Pavilion zt3000 und andere.

HP kündigte kostenlosen Austausch der RAMs an. Es werde eine Info-Page eingerichtet, auf der alle betroffenen Modelle gelistet sind.

Die Börse beantwortet diese Nachrichten am Freitag mit einem Minus von einem Prozent.