AT&S bestätigt Prognosen
Der börsenotierte steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 bestätigt.
Die jüngsten Marktanteilsrückgänge seines größten Kunden Nokia hätten "keine großen Auswirkungen, weil der Gesamtmarkt deutlich wächst", meint der designierte AT&S-Vorstandschef Harald Sommerer. Außerdem seien schlechte Marktanteilszahlen in einem einzelnen Quartal "nicht wirklich spielentscheidend".
Sommerer verwies auf das anlaufende Geschäft mit neuen Kunden wie beispielsweise Motorola, Sony Ericsson und etlichen chinesischen Handy-Produzenten. Die Auftragslage bezeichnete Sommerer als "sehr gut". AT&S will im laufenden Geschäftsjahr um mehr als zehn Prozent wachsen und seinen Gewinn stärker als den Umsatz steigern.
Die Auslastung in den beiden Hauptwerken in Leoben und Shanghai liegt laut Sommerer derzeit zwischen 90 und 100 Prozent, was angesichts des Produktionsstarts in China "nicht selbstverständlich" sei.
AT&S fertigt für SonyEricsson und MotorolaMarkt-Entscheidung im Herbst
Wegen der Saisonalität des Handymarkts "wird aber das Spiel, wie jedes Jahr, im Herbst entschieden", denn im letzten Quartal des Kalenderjahres kämen die meisten Handys auf den Markt.
Heuer wird eine besonders starke Nachfrage nach Leiterplatten für Handys der modernsten Generation mit zahlreichen zusätzlichen Funktionalitäten erwartet.
Die Anleger von AT&S werden bei der am 6. Juli stattfindenden Hauptversammlung zum ersten Mal die Möglichkeit haben, auf elektronischem Weg von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.
Möglich macht dies eine Kooperation mit dem Interessensverband der Anleger [IVA], dessen Vertreter bei der Hauptversammlung entsprechend der per E-Mail oder Telefon erteilten Weisung abstimmen wird.
Weil die Hauptversammlung zur Gänze im Internet übertragen wird, kann der Aktionär sein Stimmverhalten gegebenenfalls kurzfristig ändern. Die an Frankfurt notierende AT&S ist das erste österreichische Unternehmen, das ein solches "Proxy-Voting" ermöglicht.
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