EMI und Warner verhandeln erneut
Nach Berichten über ein bevorstehendes Ja der EU-Kommission zur Fusion der Musikkonzerne Sony und Bertelsmann Music Group [BMG] wollen nun offenbar auch die Konkurrenten EMI und Warner Music wieder über einen Zusammenschluss verhandeln.
Die Fusionsverhandlungen zwischen der britischen EMI-Gruppe und der vor gut einem halben Jahr von einem Konsortium um den Ex-Seagram-Chef Edgar Bronfman erworbenen Warner Music würden wieder aufgenommen, berichtete die britische Zeitung "The Times".
Es wäre bereits der dritte Anlauf beider Muskifirmen zu einer Fusion.
Reaktion auf erwartete BMG/Sony-Entscheidung
Da bekannt wurde, dass die Brüsseler Behörden planen grünes Licht
für die Fusion von Sony Music und BMG zu geben, seien neue
Verhandlungen unvermeidlich, so das Blatt. Die Entscheidung Brüssels
soll am Dienstag offiziell bekannt gegeben werden.
Fusions-Endspurt von Sony Music und BMGKreis der Giganten
Die "Times" zitierte nun Warner Music nahe stehende Kreise mit der Aussage, wenn die EU-Kommission einverstanden sei, dass sich der Kreis der Giganten im Musikgeschäft von fünf auf vier reduziere, "dann ist es wahrscheinlich, dass sie auch den Schritt von vier zu drei akzeptieren wird".
EMI war im November aus dem Rennen um die Musiksparte des US-Medienkonzerns Time Warner geworfen worden. Das Konsortium um Bronfman zahlte rund 2,6 Mrd. Dollar [2,2 Mrd. Euro] für die Plattenfirmen und das Verlagsgeschäft von Warner Music.
Ein erster Übernahmeversuch von Warner Music durch EMI war zuvor bereits am Veto der EU-Wettbewerbshüter gescheitert.
