Schnellster Computer steht in Japan
Am Montag wurde im Vorfeld der 19. Internationalen Supercomputerkonferenz in Heidelberg die Liste der 500 schnellsten Superrechner veröffentlicht.
Der "Earth Simulator" des japanischen Elektronikkonzerns NEC zur Berechnung von globalen Klimaveränderungen ist weiterhin mit Abstand der weltweit schnellste Supercomputer.
Die Rechenanlage wird seit 2002 im Institut für Erdwissenschaften im japanischen Yokohama eingesetzt und kommt auf eine Leistung von 35,86 Teraflops [Billionen Rechenschritte pro Sekunde].
Superrechner-Test steht in Kritik
Der Test, mit denen die Teilnehmer zu den ausgewiesenen Werten
kommen, steht mehr und mehr in der Kritik. Derzeit wird dafür ein
mathematischer Test namens Linpack eingesetzt, der misst, wie
schnell ein System komplizierte algebraische Kalkulationen lösen
kann.
Neue Tests für SupercomputerEuropäischer Rechner auf Platz 21
Die Rechenanlage "ASCI Q" zur Simulation von Nukleartests von Hewlett-Packard [HP], die vormalige Nummer zwei, schaffte es mit einer Rechenleistung von 13,88 Teraflops diesmal nur auf den dritten Platz.
Überholt wurde "ASCI Q" vom Supercomputer-Cluster "Thunder", der auf Intels Itanium2-Prozessoren basiert. Der "Thunder"-Cluster steht im Lawrence Livermore National Laboratory [LLNL] in Kalifornien.
Der schnellste europäische Supercomputer wird diesmal auf Platz 21 mit 5,56 Teraflops gelistet. Der von IBM stammende Rechner läuft am Forschungszentrum Jülich.
Nach Angaben der Konferenzveranstalter stellt IBM 44,8 Prozent der gelisteten Systeme, gefolgt von HP mit 28 Prozent.
"Big Mac" ist draußen
Der "Big Mac", Eigenbau-Cluster aus handelsüblichen Macintosh-
Computern der G5-Modellreihe an der Virginia State University, der
vor einem halben Jahr mit einem dritten Platz einen beeindruckenden
Start in der Top-500-Liste hingelegt hatte, ist wegen eines
Hardware- Austauschs unterdessen wieder herausgefallen.
Update für Apples Super-Cluster "Big Mac"
