TA wettert erneut gegen Regulierung
Telekom-Austria-Festnetz-Chef Rudolf Fischer hat am Donnerstag erneut heftige Vorwürfe gegen die österreichische Telekom-Regulierung erhoben.
"Der Wahnsinn geht weiter", ärgerte sich Fischer und plädierte für eine alleinige Regulierung auf der "letzten Meile" vom Wählamt zum Endkunden.
Der Endkundenbereich bedarf laut Fischer keiner weiteren Reglementierung, da das Ziel des fairen Wettbewerbs zwischen der TA und den Alternativen bereits gegeben sei.
Studie im Auftrag der TA belegt TA-Ansicht
Das belege auch eine von der TA in Auftrag gegebene Studie des
europäischen Beratungsunternehmens EE&MC, so dessen Gründerin Doris
Hildebrand.
EE&MC"Wettbewerb zu rasch eingeführt"
Laut Hildebrand ist Österreich ein Musterschüler bei der Umsetzung der Regulierungsvorgaben der EU.
Die bisherige Regulierung in Österreich sei eine "Erfolgsstory", in deren Mittelpunkt niedrige Preise für die Endverbraucher standen.
Dass die Kritik an der Regulierung nun darauf abziele, Österreich zu einem EU-Hinterbänkler zu machen, wollte Fischer aber so nicht verstanden haben.
"Wir wollen gleiche Maßstäbe in Europa", betonte er und verwies darauf, dass in Österreich "der Wettbewerb zu rasch eingeführt wurde".
Die TA ist einer der Ex-Monopolisten mit dem geringsten Marktanteil im EU-Vergleich. "Wir haben aber unsere Marktanteile in den vergangenen 18 bis 24 Monaten relativ stabil halten können", so der Festnetzchef.
Neue Festnetztarife bei Telekom Austria"Studie ignoriert die Wirklichkeit"
Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber [VAT] bezeichnete die Aussagen Fischers unterdessen als "Wunschtraum der Telekom Austria".
Für VAT-Präsident und UTA-Technikvorstand Romed Karre "ignorieren" die EE&MC-Ergebnisse "die Wirklichkeit".
Karre betonte, dass die TA bei der "Letzten Meile" - der Verbindung vom Wählamt zum Endverbraucher - einen Marktanteil von 95 Prozent habe.
Bei der Entbündelung der Alternativen auf eigene Rechnung lasse die vom Gesetzgeber vorgegebene Kooperation der TA zudem zu wünschen übrig.
