17.06.2004

TKG

TA wettert erneut gegen Regulierung

Telekom-Austria-Festnetz-Chef Rudolf Fischer hat am Donnerstag erneut heftige Vorwürfe gegen die österreichische Telekom-Regulierung erhoben.

"Der Wahnsinn geht weiter", ärgerte sich Fischer und plädierte für eine alleinige Regulierung auf der "letzten Meile" vom Wählamt zum Endkunden.

Der Endkundenbereich bedarf laut Fischer keiner weiteren Reglementierung, da das Ziel des fairen Wettbewerbs zwischen der TA und den Alternativen bereits gegeben sei.

"Wettbewerb zu rasch eingeführt"

Laut Hildebrand ist Österreich ein Musterschüler bei der Umsetzung der Regulierungsvorgaben der EU.

Die bisherige Regulierung in Österreich sei eine "Erfolgsstory", in deren Mittelpunkt niedrige Preise für die Endverbraucher standen.

Dass die Kritik an der Regulierung nun darauf abziele, Österreich zu einem EU-Hinterbänkler zu machen, wollte Fischer aber so nicht verstanden haben.

"Wir wollen gleiche Maßstäbe in Europa", betonte er und verwies darauf, dass in Österreich "der Wettbewerb zu rasch eingeführt wurde".

"Studie ignoriert die Wirklichkeit"

Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber [VAT] bezeichnete die Aussagen Fischers unterdessen als "Wunschtraum der Telekom Austria".

Für VAT-Präsident und UTA-Technikvorstand Romed Karre "ignorieren" die EE&MC-Ergebnisse "die Wirklichkeit".

Karre betonte, dass die TA bei der "Letzten Meile" - der Verbindung vom Wählamt zum Endverbraucher - einen Marktanteil von 95 Prozent habe.

Bei der Entbündelung der Alternativen auf eigene Rechnung lasse die vom Gesetzgeber vorgegebene Kooperation der TA zudem zu wünschen übrig.