Iris-Scan auf englischen Flughäfen
Die britische Regierung kündigte am Dienstag an, ausländischen Passagieren ab Mitte 2005 eine elektronische Iris-Erkennung anzubieten. Damit soll die Einreise beschleunigt werden.
Die Teilnehmer des Pilotprojekts können dann auf Flughäfen spezielle Schalter zur schnellen Abfertigung benutzen. Das Programm wird unter anderem ausländischen Studenten, Bewohnern mit Arbeitserlaubnis und in Großbritannien lebenden Nicht-EU-Bürgern angeboten.
Mit der Technik werden die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted sowie die Flughäfen Manchester und Birmingham ausgerüstet. Die Regierung hofft nach eigenen Angaben auf eine Million Teilnehmer innerhalb von fünf Jahren. Die Geräte stellt der französische Technologie-Konzern Sagem her.
Ende April hatte die britische Regierung ein Pilotprojekt zur Einführung biometrischer Daten in Pässen gestartet. Von rund 10.000 Freiwilligen werden biometrische Daten wie Fingerabdrücke, Gesichtsmerkmale und Eigenschaften der Iris zur fälschungssicheren Identifizierung gespeichert.
Das PilotprojektDas Pilotprojekt zu Frankfurt
Ein ähnliches Pilotprojekt war im Februar auf dem Frankfurter Flughafen gestartet worden. Mit ihm können teilnehmende Reisende ausgewählter EU-Staaten und der Schweiz die üblichen Passkontrollen umgehen.
Iris-Erkennung ist eine Technik, auf die Behörden verstärkt seit dem 11. September 2001 setzen. Befürworter argumentieren, dass Irisdaten eine Alternative zu Fingerabdrücken sind, weil jeder Mensch eine einzigartige Irisstruktur besitzt.
Biometrie für Europas Flughäfen
