Roboter packt das Fußballfieber

em 2008
06.11.2007

Vielleicht hat Österreich eine Chance auf einen EM-Titel im Fußball: 2008 findet in Österreich und der Schweiz auch der Europacup im Roboterfußball statt.

Von 15. bis 22. Juni treten die Robokicker in Linz und Zürich gegeneinander an, teilte die Technische Universität [TU] Wien als Koordinator in einer Aussendung am Dienstag mit.

Zum Unterschied von den menschlichen Stars sind Roboterfußballer würfelartige Gebilde, die von PCs ferngesteuert werden. Allerdings haben die fünf oder elf Roboter mit einer Kantenlänge von 7,5 Zentimetern ein Spielfeld zwischen 180 mal 210 Zentimeter und 280 mal 400 Zentimeter und einen Golfball zur Verfügung.

120 Bilder pro Sekunde

Nach dem Anpfiff übernimmt der Teamrechner das Spiel. Er bekommt über eine Kamera die derzeitigen Positionen der Roboter 120-mal in einer Sekunde mitgeteilt und entscheidet blitzartig über die nächsten Spielzüge seiner Roboter. Die Befehle werden diesen per Funk übermittelt.

Der Chef des mehrfach erfolgreichen österreichischen Roboterteams Austro und Professor der Technischen Universität Wien, Peter Kopacek, rechnet sich für die rot-weiß-roten Teams bei der Euroby 2008 "eine reelle Chance auf einen Stockerlplatz" aus.

Roboterfußball gilt nicht nur als Spielerei, sondern stellt eine echte Herausforderung für Wissenschaftler und Techniker dar. Die Erkenntnisse, welche die Maschinenfußballer effektiver und besser machen, kommen auch ganz allgemein der Robotertechnik zugute.

Schweizer organisieren mit

Die Teams der Euroby 2008" kommen voraussichtlich aus Deutschland, England, den Niederlanden, dem Kosovo, Kroatien, Österreich, Russland, Slowenien und der Slowakei.

Die Organisation findet in Linz durch die Stadtwerkstatt und in Zürich durch das Artificial Intelligence Laboratory [AILab] der Universität Zürich als Spezialevent im Schweizer Jahr der Informatik 2008 statt. Gespielt wird in unterschiedlichen Kategorien, bei denen u. a. die Größe der würfelartigen Roboterfußballer und der Spielfelder variiert.

(APA)