Verbot von Akustikwaffen gefordert

Kinderfreunde
04.11.2007

Kritik an "Hundepfeifen gegen Kinder"

Die niederösterreichischen Kinderfreunde fordern ein gesetzliches Verbot von Frequenzwaffen, die mit Ultraschalltönen Kinder und Jugendliche vertreiben sollen.

Dabei sendet ein Apparat einen schrillen, 80 bis 85 Dezibel lauten Ton auf einer Frequenz um die 16 bis 18 KHz aus, die normalerweise nur von Menschen zwischen zwölf und 25 Jahren zu hören ist. Der Pfeifton wird als extrem lästig empfunden.

Die Geräte können über eine Fernbedienung aktiviert oder mit Überwachungskameras verbunden werden.

"Hundepfeifen gegen Kinder"

"Die Geräte können durchaus als eine Art von 'akustischer Waffe' oder 'Hundepfeife' gegen Kinder und Jugendliche bezeichnet werden, über die es keinerlei Untersuchungen betreffend gesundheitlicher Langzeitschäden gibt", kritisiert der Vorsitzende der Niederösterreichischen Kinderfreunde, Andreas Kollross, und fordert eine gesetzliche Verankerung eines Verbots derartiger Ultraschallwaffen gegen Kinder und Jugendliche.

Teenietus

Die aus Großbritannien stammenden Akustikwaffen namens "Mosquito Sound System" oder "Sonic Teenager Deterrent" sollen jugendliche Unruhestifter vom Herumlungern in einem bestimmten Bereich abhalten.

3.300 Geräte weltweit im Einsatz

Die Geräte werden in England, der Schweiz und auch Teilen Deutschlands sowie über das Internet zum Kauf angeboten. Weltweit seien 3.300 Geräte im Einsatz, 70 Prozent davon in Großbritannien, so die Kinderfreunde.