Drehbuchautoren treten in Streik

usa
02.11.2007

Hollywood im Streit über DVD- und Netztantiemen lahmgelegt.

Die Drehbuchautoren in Hollywood machen Ernst: Von Montag an wollen die rund 12.000 Mitglieder der Writers Guild in Streik treten. Sprecherin Sherry Goldman sagte am Freitag auf Anfrage, der Vorstand der Organisation habe sich in Los Angeles einstimmig dafür ausgesprochen, eine Minute nach Mitternacht USA-weit mit den Kampfmaßnahmen zu beginnen.

Sand ins Getriebe der Traumfabrik

Für die Film- und Fernproduktionen in Hollywood hat ein Streik weitreichende Konsequenzen. Viele Projekte werden dadurch lahmgelegt. Die Autoren haben sich zu dem drastischen Schritt entschlossen, weil sie sich mit den Produzenten nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten.

Sie fordern vor allem mehr Geld für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet und auf digitalen Datenträgern wie DVDs.

"Die Writers Guild wird am Montag um 00.01 Uhr in Streik treten", hieß es in einer E-Mail, die am Freitag an alle Mitglieder verschickt wurde. Von diesem Augenblick an müsse alle Arbeit ruhen.

Die Mitglieder der Organisation hatten sich schon im Vorfeld bei einer Abstimmung im Internet mit überwältigender Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen, sollte es keinen "fairen und vernünftigen Vertrag" mit den Produzenten geben. Ein neuer Gesprächstermin, der den Streik in letzter Minute abwenden könnte, wurde zunächst nicht vereinbart.

Zuletzt waren die Schreiber 1988 für 22 Wochen im Ausstand. Der Schaden für die Film- und Fernsehindustrie wurde damals mit 500 Millionen Dollar beziffert.

(dpa)