28.05.2004

EINIGUNG

Sozialplan für One-Mitarbeiter

Mobilfunker One hat sich mit seinen Mitarbeitern auf einen Sozialplan geeinigt.

One werde für seine zur Kündigung anstehenden Mitarbeiter die durchschnittliche Kündigungsdauer von zwei auf rund fünf Monate verlängern, erklärte One-Chef Jorgen Bang-Jensen.

Der mit dem Betriebsrat vereinbarte Plan kommt bei rund 170 der 225 betroffenen Mitarbeiter zur Anwendung. Die restlichen Gekündigten seien anderweitig sozial abgesichert. Freitagnachmittag sollen die ersten 170 Kündigungen in Vieraugengesprächen ausgesprochen werden.

Zusätzlich soll es noch einen Härtefonds geben, der für besondere Fälle die Kündigungsfrist bis auf sechs Monate verlängern soll. Bestückt wird der Fonds durch einen teilweisen Gehaltsverzicht des Managements.

Keine Bilanzschönung

One will sich in Zukunft intensiver den umsatzstarken Geschäftskunden und dem Bereich Datendienste widmen. Gerüchte, wonach One mit dem Mitarbeiterabbau die Bilanz für einen Verkauf verbessern möchte, wies Bang-Jensen zurück.

Bang-Jensen betonte, dass für den Mitarbeiterabbau die Tarifschlacht und nicht die hohen Zusammenschaltungsgebühren an tele.ring verantwortlich seien. "Zu viele Marktteilnehmer führen zu einem Preiskampf und der Preiskampf führt zu Mitarbeiterabbau", so der One-Chef.

Tele.ring-Chef Michael Krammer hatte sich am Donnerstag verärgert darüber gezeigt, dass die Mitbewerber den Personalabbau im Mobilfunksektor unter anderem auf die hohen Zusammenschaltungsgebühren, die an tele.ring zu zahlen seien, zurückführen.

Tele.ring wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Unterschied bei den Gebühren würde bei One gerade einen Bruchteil des Umsatzes ausmachen. "Das kann sicher nicht der Grund sein, ein Viertel der Mitarbeiter zu kündigen", so Krammer.

"Wir werden bis zum Ende des 1. Quartals 2005 fast die gleichen Zusammenschaltungsgebühren wie T-Mobile und One haben", so Krammer weiter. Dabei habe man nicht einmal die halbe Kundenzahl von T-Mobile.

Und schaue man sich die derzeitigen Gebühren an, dann sei das einzig "Unverständliche" der Abstand zwischen den beiden größten heimischen Mobilfunkern mobilkom austria und T-Mobile, meinte der tele.ring-Chef.